[Event] Hochmond-Ritual

  • Die Geräusche des Außenpostens der Silberschwingen blieben hinter ihnen zurück und wurden letztlich gänzlich vom Gurgeln und Plätschern der Wasser des Falfarren verschluckt. Nirnaeth schob die Kapuze ihres Reisemantels in den Nacken und sah sich um, während sie der Schildwachenoffizierin über die kleine Brücke folgte.

    Der Wind griff frisch in die mächtigen Kronen des Nachtweisenwaldes, ließ Borke knarren und Blätter rauschen. Ein tiefer Atemzug weitete die Brust der Priesterin und für Momente fühlte sie sich benahe wie in einer Zeitkapsel, weit fort von den Schrecken, die diese Welt heimsuchten.


    „Die Brücke wurde während der Kämpfe fast vollständig zerstört, doch einige Brüder des Zirkels haben sie zwischenzeitlich wiederhergestellt.“ Die Stimme der Schildwache riss sie aus ihren Gedanken. „Glücklicherweise wurden die Lichtung und der Brunnen der Läuterung weitesgehend verschont. Seit der Außenposten wieder besetzt ist, haben wir den Platz instand gehalten und bewacht. Ihr werdet alles intakt vorfinden, Hohe Schwester.“ , beendete sie ihre Erläuterungen, als sie eine Biegung erreichte. Mit der offenen Hand deutete sie den Pfad entlang, der sich nun zwischen Felsen und Bäumen abwärts wand und den Blick auf die sich unter ihnen eröffnende Lichtung freigab.


    Augenblicklich fiel der Blick der Priesterin auf den antiken Mondbrunnen, dessen Wasser sachte im Schatten der Bäume schimmerte. Unwillkürlich legte sich ein Lächeln über die würdevollen, zeitlosen Züge. „Sehr gut, Kommandantin Dämmerklinge.“ Sie nickte der Kaldorei wohlwollend zu und schritt dann an ihr vorbei, den Pfad hinunter. Aufmerksam wanderte ihr Blick dabei über den Ort. Umringt von schützenden Felsen, knorrigen Bäumen und dem eingewachsenen alten Torbogen, wirkte die Lichtung wie aus einer anderen Zeit, beinahe verwunschen. Nur das tadellos gehaltenen, direkte Umfeld des Mondbrunnens verriet, dass der Ort nicht gänzlich verlassen war.

    Die hochgewachsene Kaldorei schritt den Platz vor dem Brunnen ab, ihre Finger strichen über die hölzernen Säulen, den weißen Stein des Brunnens und tauchten kurz in das schimmernde Wasser. Erneut glitt ein Lächeln über ihr Gesicht, als sie sich aufrichtete und ihr Blick durch die Lücken im Blätterdach zum Nachthimmel schweifte. Dann wandte sie sich wieder an die Schildwachenoffizierin, welche in stoischer Disziplin darauf wartete, dass die Mondpriesterin ihre Inspektion beendete.


    Erneut nickte Nirnaeth der Kommandantin zu, während sie sich gleichzeitig in Richtung Pfad und Außenposten in Bewegung setzte. „Wirklich ausgezeichnet, Dämmerklinge. Gesegnet sei die Mondmutter! Wir werden sicher eine wunderbare Zeremonie haben.“ Kurz straffte sich die Haltung der Kommandantin, ob des Lobes, ehe sie sich beeilte, der Mondpriesterin zu folgen, die beschwingten, zügigen Schrittes bereits den Pfad hinauf schritt und dabei weiter sprach.
    „Ich werde bis zum Hochmond noch einige Dinge zu erledigen haben und im Umland unterwegs sein.“ Kurz wandte sie sich im Gehen halb um. „Ich übertrage Euch die Organisation hier vor Ort, Kommandantin. Zwei Wachen pro Zugang zur Lichtung. Eine halbes Dutzend Späh- und Wachposten außer Sicht im umliegenden Gelände.“ Die ihr folgende Kaldorei nickte bestätigend. „Natürlich.“ , antwortete sie knapp.


    Schon überquerten sie wieder den Falfarren und die Gebäude der Silberschwingen kamen in Sicht. „Bereitet außerdem den Außenposten auf Besucher vor. Es ist eine nicht unerhebliche Strecke bis nach Astranaar und es werden vielleicht nicht alle nach der Zeremonie direkt die Rückreise antreten.“ Erneut nickte die Offizierin. „Wie Ihr wünscht, Hohe Schwester, ich kümmere mich darum.“

    „Wunderbar.“ Die Priesterin trat an ihren Gryphen heran und schwang sich in den Sattel. Das Tier schnarrte, als ihre Hand über das mondlichtfarbene Nackengefieder strich. „Dann überlasse ich alles Weitere Euren fähigen Händen, Kommandantin Dämmerklinge. Ich werde in etwa 14 Nächten zurück sein für die abschließenden Vorbereitungen. Bis dahin könnt Ihr mich über das Gasthaus in Astranaar oder in Nachthafen erreichen.“

    Nirnaeth griff in die Sattelschlingen und sah zu Dämmerklinge hinab, die salutierte. „Das Licht der Mondmutter leite Dich, Kind der Sterne.“ Momente später war sie in der Luft und auf dem Weg nach Astranaar.


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    OOC:


    Gesegnet sei die Nacht! Wir grüßen Euch!


    Schon vor einer Weile und immer mal wieder kam bei uns der Gedanke auf, dass es schön wäre, wenn es mal wieder eines der alten Mondrituale zum Hochmond (Vollmond) und/oder Dunkelmond (Neumond) gäbe, die wir bis vor ein paar Jahren (3, 4, 5? ich weiß es nicht mehr^^) regelmäßig im Elunetempel zu Darnassus organisiert haben, doch blieb es meistens bei dem Gedanken. Bis jetzt.


    Da wir der Meinung waren, die Nachtelfen könnten ein wenig Licht und Leichtigkeit vertragen, haben wir uns für das Hochmondritual entschieden.

    Wir möchten Euch also hiermit herzlich einladen, zum ersten Hochmond des neuen Jahres.

    Zitat
    Wann?
    Donnerstag, 21. Januar 2021, ab 19:30 Uhr >>verschoben<<
    Wo?
    Mondbrunnen der Läuterung, Nachtweisenwald (Ashenvale)
    Zitat
    Neuer Termin: Donnerstag, 25. Februar 2021, ab 19:30 Uhr




    Fragen:


    Was ist der Hochmond?

    Der Hohe Mond, ist die Nacht, in der das Angsicht der Göttin in voller Pracht auf die Erde herab strahlt, sprich: Vollmond. Es ist eine Zeit voller Energie. Die Ströme der Kräfte von Land, Wasser und Luft sind auf ihrem Höhepunkt. In dieser Nacht ist die beste Zeit, zu wünschen und um Segen zu bitten, sowie das Band der spirituellen Seele neu zu schließen, sich als Volk erneut Elune zu verschreiben.

    Es ist ein interaktives Ritual, bei dem auch die Besucher die Gelegenheit haben, ihre Wünsche in Form von kleinen, symbolischen Gaben an die Göttin zu übergeben - so sie dies tun möchten -.


    Sind Besucher anderer Völker erlaubt? Gibt es Einschränkungen?

    Ja und ja.

    Wir haben bewusst das Eschental als Eventort gewählt, weil es dort auch verbündeten Völkern problemlos(er) möglich ist, dem Ritual beizuwohnen. Gleichwohl bleibt es ein traditionelles und heiliges Ritual, mit dem die Kaldorei ihren Glauben an und ihre Verbindung zu Elune zelebrieren, erneuern und vertiefen. Von Besuchern, die der Zeremonie beiwohnen, wird ein angemessen respektvolles Verhalten erwartet.

    Aus denselben Gründen sind ic -Todesritter, -Dämonenjäger, sowie -Hexer beim Ritual nicht gestattet und etwaigen ic-Rendorei sollte bewusst sein, dass sie unter genauester Beobachtung stehen.


    Sonstiges

    • Ansprechpartner für das Event (ot):
      Luthîen/Luthiên, Gaomee
      (im Zweifel auch Aquilla, Tyrr oder andere Mitglieder des SmZ, die Anfragen werden dann weitergeleitet)
    • Es wird einen Kalendereintrag als Erinnerungshilfe geben, wer eine Einladung möchte, bitte einfach kurz Bescheid geben.
    • Ja, man darf auch ohne Einladung kommen, wenn es ic passt zeigt dezent auf die Teilnahmebedingungen


    Disclaimer

    Der ic-Smaragdzirkel hat mit dem Event nichts zu tun. Wir organisieren das rein ot. Die durchführenden Charaktere sind freilich ic, allerdings keine ic-Mitglieder

    "Der Weg des geringsten Widerstands ist nur am Anfang gepflastert."

  • Ihr Lieben


    Das Hochmond-Event muss Real Life-bedingt leider verschoben werden. Wir rechnen mit einem Ersatztermin gegen Ende Februar.


    Der neue Termin wird hier, sowie im Realmforum so bald wie möglich bekannt gegeben.

    "Der Weg des geringsten Widerstands ist nur am Anfang gepflastert."