Bewerbung Caitriona Trübauge

  • Caitriona Trübauge


    Die Nächte sind kalt zu dieser Jahreszeit, aber Nächte im Wald sind das allgemein immer.

    Caitriona streifte nun schon seit Stunden durch die Nacht in Elwynns Wäldern. Sie kam von einer Zusammenkunft aus Sturmwind, die ihr Interesse im Vorfeld geweckt hatte.


    Am Vorabend hatten sich viele Interessierte eingefunden. Der Vorplatz zur Kathedrale war gefüllt gewesen mit Menschen, einigen Zwergen und Gnomen. Worgen waren ebenfalls zugegen gewesen, sowie einige wenige Draenei, die aber für sich geblieben waren. Sogar einen Pandaren hatte sie dort sehen können. Dieser hatte alsbald skurile Gestalten um sich geschart, die er mit seinen Weisheiten in den Bann hatte ziehen können.


    „Nur wer atmet kann erkennen wonach die Luft riecht“, war eine dieser besagten Offenbarungen gewesen. Sie musste darüber leicht schmunzeln, fiel ihr in der Rückbetrachtung auf.


    Die Nachtelfe hatte sich unbeteiligt und doch mit offenen Ohr zu einer Gruppe von Flüchtlichingen aus Darnassus gesetzt.

    Sie wollte in der Masse untergehen und keine Aufmerksamkeit erregen. Sie konnte Sturmwind nicht sonderlich leiden, was aber weniger mit Sturmwind an sich zu tun hatte als vielmehr damit, dass sie Städte im allgemeinen nicht mochte.


    Ein Priester hatte die Bühne, wofür scheinbar die Treppe hinauf zur Kathedrale dienen sollte, betreten. Mit viel Pathos hatte er Bilder mit Worten gemalt.

    Verlust und Zerstörung waren praktisch die Triebfeder seiner Ausführungen gewesen. Er hatte sich wirklich viel Mühe dabei gegeben alle Anwesenden mitzunehmen und doch hatte es unter einigen Anwesenden Gespräche gegeben, die mit dem Grund der Zusammenkunft nichts zu tun hatten.

    Siehatte das Getuschel hinter vorgehaltenen Händen hören können und sobald sich diejenigen beobachtet gefühlt hatten, hatte diese wieder zum Akt des Geschehens geschaut, ganz so als wäre nichts passiert.

    Ein Bürger ganz in der Nähe hatte sich lautstark bei seiner Frau über die mitgebrachte Laterne echauffiert. Die Kerze hatte scheinbar nicht in die Aufsteckeinrichtung innerhalb der Laterne gepasst. Plötzlich hatte er die Nachtelfe angesehen und war augenblicklich aufgeschreckt. Caitriona hatte sich nur ausmalen können, was er wohl in ihrem Gesicht gesehen hatte aber augenblicklich war er verstummt, hatte sich zum Priester umgedreht und seine Arme hinter dem Rücken mitsamt Laterne verschränkt.

    Die Veranstaltung war auf die Zielgerade eingebogen und es war eine allgemeine Unruhe aufgekommen. Es hatte ein Laternenumzug stattfinden sollen. Frieden und offenes Feuer…das schließt sich gefühlt seit einiger Zeit aus.

    Caitriona hatte von dort weg gemusst. Wie eine Schlinge um den Hals hatte es ihr die Luft zum atmen geraubt. Ob der Enge der Stadt oder ihrer Gefühle, die sie übermannten, völlig egal sie hatte nur noch weg von dort gemusst.

    Hurtig hatte sie sich Richtung Stadttor und weiter in den dahinter liegenden Wald bewegt.

    Sie war immer schneller geworden und hatte die Stadt hinter sich lassen wollen. Der Eindruck entstand, als liefe sie vor so viel mehr weg als das gerade erlebte, aber ihr war klar, dass sie sich dem stellen musste.

    Sie kann nicht vor sich selbst fliehen, denn die Fragen vor denen sie davonlaufen will, kann nur sie sich beantworten.

    Ihr Schritt wurde langsamer und endete schließlich in einem langsam gehen.


    Die Stunden vergingen aber gefühlt war es kurz nach Mitternacht. Sie hatte keine Ahnung wo sie sich befand. Ein leichter Wind heulte durch die eng stehenden Bäume. Ein Rascheln im Unterholz war zu hören und es erschien ein Igel, der sich auf den Weg zu machen schien seinen Hunger stillen zu wollen.

    Der Boden war von Ranken überzogen, die zu allem Überfluss auch noch mit daumendicken Dornen gespickt waren. Sie hatte keine Probleme damit etwas zu sehen, aber dennoch wurde der Weg immer beschwerlicher. Es machte den Eindruck sie würde sich in einer einzig gigantischen Hecke befinden. In jeder Richtung mit der gleichen schier unendlichen Ausdehnung.

    Es half nichts sie mußte weiter. Eine klare Richtung zu finden war freilich schwierig aber sie versuchte zumindest die gleiche beizubehalten.

    Eine Ranke, die steil nach oben gewachsen war und am Ende einen kleinen Bogen nach unten, machte verfing sich in Ihrem Haar.


    „Naaaaaahh..“ zischte sie, während sie versuchte ihre Haare aus dem Würgegriff der Ranke zu befreien. Der Schwung, den sie durch den abrupten Halt noch hatte, ließ sie in einem Halbkreis um die von oben zerrende Ranke taumeln. Dabei trat sie zum einen auf einen spitzen Dorn vor sich und zum anderen wirbelte ihre Robe in einer noch größeren Flugbahn um sie herum.

    Der Schmerz, der sich in ihrem linken Fuss ausbreitete, war groß. Sie wollte sich diesem aber nicht hingeben und drehte sich, nachdem sie ihre Haare befreit hatte, wieder in die zuvor eingeschlagene Richtung.


    … Ihre Robe war eine wirkliche filligrane Arbeit. Es machte aus der Entfernung den Eindruck als wären tausende Blätter zu einem Kleidungsstück zusammengesetzt wurden. Es war kein besonders dicker Stoff und dennoch gab er ihr in kalten Nächten genug Wärme und Schutz, sowie an heißen Tagen die Möglichkeit ausreichend abzukühlen.

    Nur an Dornen, die sich darin verfangen könnten, hatte derjenige scheinbar nicht gedacht als er die Robe fertigte. Man hatte den Eindruck die Robe kreischte als es zu einem Disput zwischen Bewegung und dem starr stehendem Dorn kam. Ein zirka zwei Handbreit langer Riss entstand. Caitriona stand mit weit aufgerissenen Augen da und schüttelte nur noch den Kopf.


    …sie sank auf ihre Knie und legte ihr Gesicht in ihre Hände. Sie war traurig ob ihrer zerrissenen Robe gleichzeitig hatte sie Wut auf sich selbst warum sie so tief in den Wald gelaufen war, den sie nicht kannte. Ihr Fuß brannte so sehr und sie konnte den Schmerz nicht mehr ignorieren. Sie hob den Kopf und sah immer noch vor sich den nie enden wollenden Dornenweg. Sie kniff die Augen zusammen und wieder überkam sie die Aggression.

    Ihr Blick wanderte über den Waldboden und plötzlich sah sie wieder den Igel, den sie zuvor schon gesehen hatte als er sich auf seine Nachtwanderung machte.

    Das Tier stand starr mit weit aufgerissenen Augen da und sah sie an. Es kam ihr vor als hätte sie an diesem Tag zum zweiten mal ein Lebewesen gesehen, welches sich auf Grund ihres Äußeren erschreckte.

    Sie senkte ihren Blick und flüsterte sachte in Richtung Igel: „ Hab keine Angst, mein Freund! Geh deiner Wege, verzeih mir!“

    Als sie wieder aufsah, war der Igel verschwunden. Auch sie musste weiter…


    Der Kampf gegen die Dornen begann von neuem aber alsbald hatte sie eine gute Möglichkeit gefunden Ihren Weg zu finden.

    Plötzlich öffnete sich der Wald. Die Ranken wurden immer weniger bis sie komplett verschwanden. Sie erreichte den Waldrand oder vielmehr eine kleine Lichtung innerhalb des Waldes.

    Auf der Lichtung war kniehohes Gras gewachsen. Mitten hindurch floss ein kleiner Bach, der sich in einem kleinen Wasserfall ergoss. Unterhalb hatte sich ein kleiner See angestaut, der ungefähr doppelt so breit war wie der Bach oberhalb des Wasserfalls und ebenso doppelt so breit wie der Bach, der anschließend vom See aus weiter floss.

    Caitriona schlurfte zum kleinen See und bückte sich um eine Handvoll Wasser zu nehmen.

    Als ihr Blick auf die Wasseroberfläche fiel sah sie wie sich auf der Oberfläche des Wassers der Mond spiegelte. Ihr Blick ging nach oben und da stand er. Sie war die ganze Zeit in die Richtung des Mondes gelaufen. Der Mond gab ihr die Führung, die sie brauchte in dem Augenblick, an dem sie sie am nötigsten hatte.

    Ein Lächeln huschte ihr über das Gesicht während sie ihren lädierten Fuß ins Wasser des Sees tauchte. Langsam legte sie den Kopf nach hinten und blickte nochmal hinauf zum Mond. Sie schloss ihre Augen und ordnete die Gedanken.



  • Caitriona wuchs wie so viele vor ihr in einer großen Gemeinschaft auf. In der Masse der Kinder fiel sie nicht besonders auf. Als es darum ging die Kinder für ihr Leben zu schulen, war man sich nicht sicher welche Rolle das Leben für sie vorgesehen hatte. Für eine Schildwache war sie zu nicht kräftig genug. Als Priesterin war sie gleichfalls nicht zu gebrauchen, da sie nicht über die nötige Disziplin und Ehrgeiz verfügte. Ausschlaggebend für ihren weiteren Lebensweg war dem Umstand geschuldet, dass sie nicht ganz bei der Sache war. Es war an einem Nachmittag als sie in der Nähe zum Dorf mit ihren Freunden am Waldrand spielte. Es war ein milder Frühsommertag und die Nachmittagssonne bewegte sich unaufhörlich Richtung Horizont. Sie entdeckte einen Falter, der etwas Nektar aus einer Blume schlürfte. Interessiert beobachtete sie ihn und stellte sich vor selbst einen Rüssel zu haben und wie schwer es damit wäre die Plätzchen zu essen, die sie so mochte. Sie musste bei dem Gedanken daran ,wie unmöglich das wäre, kichern . Plötzlich sah sie einen Vogel herbeifliegen, der im Vorbeiflug den Falter von der Blume flückte. Sie schreckte auf und verstand nicht warum er das getan hatte. Völlig entrüstet rannte sie dem Vogel nach der in einem Busch verschwand. Langsam und vorsichtig näherte sie sich dem Busch und drückte sachte die Äste beiseite um nach dem Vogel zu suchen.

    Sie erblickte ein Nest und darauf den Vogel, welcher seine Küken füttern wollte. Der Vogel entdeckte Caitriona und hielt inne. Es hatte den Eindruck als dächte er indem er völlig bewegungslos sitzen bliebe, würde er unsichtbar für ihre Augen werden. Caitriona war wütend und entrüstet. Wie konnte der Vogel nur den Falter töten.

    Sie fixierte den Vogel als sie sah, dass im Nest kleine Jungvögel waren, die hungrig ihre Schnäbel Richtung Alttier reckten. In diesem Moment wurde ihr klar, dass der Vogel nicht getötet hatte um Leben zu nehmen sondern um Leben zu bewahren. Ihr Blick muss sich in diesem Moment normalisiert haben, denn im nächsten Moment fing der Altvogel an seine Küken zu füttern.


    Sie wurde an diesem Nachmittag nicht zum Druiden und keine höhere Macht schickte sie auf diese Reise, nein, aber sie lernte etwas über den Kreislauf des Lebens und das dort, wo genommen wird auch etwas zum Ausgleich gegeben wurde. Die Natur konnte ungerecht und willkürlich wirken, aber das Gegenteil war die Wahrheit. Sie wollte sich in den Dienst dieser Macht stellen und sie bewahren und ehren.

    Die Jahre vergingen und nach und nach verließen ihre Freunde die Gemeinschaft um sich in den Dienst ihrer jeweiligen Aufgaben bei den Wachen oder Priestern zu begeben.

    Auch sie begann mit ihrer Ausbildung zum Druiden. Wie zuvor machte sie nicht durch übermäßige Leistungen auf sich aufmerksam, aber sie tat was ihr aufgetragen wurde. Sie sah zum damaligen Zeitpunkt die Ausbildung als notwendiges Übel an für den Wunsch, der nach wie vor in ihr bestand, als Beschützer der Natur und Wahrer des Gleichgewichts zu fungieren.

    Sie wußte damals nicht, dass die Aufgaben nicht immer nur darin bestehen, den Wald gesund zu halten indem man jungen Pflanzen das Wachstum erleichtert oder ein Rehkitz aus einem Wasserloch zu befreien.

    Es waren einige Jahre später als einer Gruppe von Druiden aufgetragen wurde einen besonders großen Bären tief im Wald zu finden. Wenn Bären mehrere Jahrzehnte leben entsteht eine Art Ungleichgewicht. Zu dieser Zeit war Gragos, wie er andächtig genannt wurde, zu einer Gefahr für das Leben geworden. Ähnlich wie ein großer Baum behinderte er das Leben jüngerer Bäume, in diesem Fall jüngerer Bären. Unaufhörlich tötete Gragos den Nachwuchs umherstreifender Bärenmütter. Warum er das tat konnte nur gemutmaßt werden. Am wahrscheinlichsten ist, dass er durch sein unnatürliches Alter einfach verrückt geworden war. Spekuliert wurde aber auch, dass er womöglich die Jungtiere fraß um seine Vormachtsstellung im Wald durch die Übernahme eines jüngeren Bären nicht zu verlieren.

    Für Caitriona war es der erste Auftrag dieser Art. Sie war überzeugt von der Zweckmäßigkeit aber hatte gleichwohl Respekt vor der Aufgabe. Sie musste vorher noch nie töten und hoffte es nie tun zu müssen.

    Bären gelten als dämmerungs- und nachtaktive Lebewesen. Die Gruppe, die aus mehreren Druiden bestand, machte sich auf den Weg. Einige besonders eifrige unter ihnen übernahmen das Kommando und trieben die Gruppe in den Wald. Caitriona mochte sie nicht besonders wobei sie der Meinung war, dass die anderen sie auch nicht sonderlich leiden konnten.

    Wenn sie sich hätte aus der Sicht anderer beschreiben sollen wäre sie wohl der Meinung gewesen, dass sie als unscheinbar und eigen charakterisiert worden wäre. Zuweilen vielleicht auch etwas aufbrausend, wenn etwas nicht so lief wie sie es gerne gehabt hätte.


    Die Gruppe rannte immer tiefer in den Wald. Caitriona war das zu wider.

    Sie ließ sich zurückfallen, bis die Gruppe vor ihr in der Dämmerung verschwand und lief langsam in eine andere Richtung. Wie sie darauf kam, war ihr nicht bewusst. Etwas zog sie dahin, ohne ersichtlichen Grund.

    Nach einiger Zeit hielt sie inne. Sie sah auf den Waldboden und entdeckte tiefe Prankenabdrücke. Das musste der Bär sein..

  • Sie nahm die Spur von Gargos auf, welche quer durch den Wald führte. Als sie schon einige Zeit unterwegs war führte sie der Weg eine Anhöhe hinauf. An der Flanke des Berges war eine Öffnung. Das mußte die Behausung von Gargos sein. Die Dämmerung trat ein und eine Art von Betriebsamkeit drang aus der Öffnung der Höhle.

    Ein tiefes Brummen und Schlurfen war zu hören. Zuerst sah sie nur eine Schnauze, die herausgestreckt wurde. Gargos schnüffelte scheinbar seine Umgebung ab. Caitriona hatte darauf geachtet, ganz so wie es ihr beigebracht wurde, gegen den Wind zu stehen. Der Abwind des Berges blies ihr also ins Gesicht und Gargos vernahm nichts Bedrohliches oder Ungewöhnliches in der Nähe.

    Er wuchtete seinen massiven Körper aus der Höhle. Da stand er und er war ganz anders als sie ihn erwartet hatte. Sie hatte einen Berg von Bär erwartet, aber Gargos war eher schmächtig. Seine Schulterhöhe befand sich auf der von Caitriona. Er hatte einige offene Stellen am Körper und auf seiner Schnauze waren tiefe Schnitte. Einige schienen nie richtig verheilt und andere relativ frisch.

    Gargos stampfte den Berg hinunter und wandte sich aus Caitrionas Sicht nach rechts.

    Sie schlich ihm nach, immer darauf bedacht, dass er sich zwischen ihr und dem Berg befand um zu vermeiden von ihm entdeckt zu werden.

    So ging es eine ganz Weile. Sie beobachtet Gargos als er sich an einem Strauch von Beeren ernährte oder an anderer Stelle von einigen Wurzeln fraß. Gargos schleppte sich mit seinem geschundenen Leib durch den Wald. Er machte nicht den Eindruck auf sie, dass es sich um die gefräßige, wild mordende Bestie handelte von der gesprochen wurde.

    Die Nacht war bereits eingetreten. Sie verfolgte das Tier nun schon einige Stunden. Plötzlich trat eine Veränderung ein, die sie völlig unverhofft traf. Der Bär hielt inne und richtete sich auf. Er hatte etwas gerochen und hielt seine Schnauze in den Wind. Er hatte Witterung aufgenommen und etwas weckte daraufhin sein Interesse. Er schoss wie ausgewechselt in hastigen Schritten durch den Wald. Caitriona hielt in ausreichendem Abstand Schritt. Gargos entdeckte sein Ziel und schmiss sich aus vollem Lauf auf den Waldboden und hielt inne.

    Er befand sich unterhalb eines dichten Busches, der im Schatten der Bäume wuchs. Vor ihm befand sich eine Lichtung mit kniehohem Gras. Quer durch die Lichtung führte ein schmaler Bach der inmitten der Lichtung an einem kleinen Wasserfall endete. Dieser wiederrum ergoss sich in einen kleinen See, bevor der Bach von dort aus weiter floss.

    An besagtem Bach saßen zwei Bärenjunge die versuchten aus dem Wasser Fische zu fangen. Gargos fixierte die Jungen an spannte alle Muskeln zum Angriff an. Caitriona erkannte in diesem Moment die Gefahr und lernte in diesem Moment auch, dass nicht alles was einen anlächelt auch gute Absichten hatte. In diesem Fall hatte die Gebrechlichkeit des Bären sie vor der Gefahr und Hinterlist getäuscht.

    Da der Angriff bevorstand musste sie handeln. Sie wußte sich nicht anders zu helfen als auf einen vor ihr liegenden Ast zu treten, der krachend zerbrach. Die Bärenjungen rannten Augenblicklicht in die entgegen gesetzte Richtung in den Wald hinein. Gargos war augenscheinlich nicht sehr glücklich, dass seine Beute auf und davon lief, war sich aber auch bewusst darüber, dass eine Verfolgung nichts bringen würde.

    Er richtete sich auf und sah Caitriona direkt an.


    “Das Endet heute hier!“schrie Caitriona in Richtung des Bären.

    Ob er das genauso sah war nicht sicher, aber sicher war das auch er kämpfen wollte. Mit einigen Sprüngen hatte er den Abstand zu Caitriona überbrückt und war bis auf wenige Meter an sie herangekommen. Aus seinen Pfoten ragten nun riesige Krallen. Diese rammten sich tief in den Erdboden um den Körper nach vorne zu peitschen.

    Ein letzter langer Sprung war noch nötig um Caitriona zu erreichen…im Flug riss er die Pranke hoch und seine Krallen rasten wie Gleven durch die Nacht in Richtung der Druidin…


    Gargos tat einen letzten tiefen Atemzug und sein letzter Lebensfunke erlosch.


    Caitriona war schwer gezeichnet vom Kampf. Ihr rechtes Auge war verletzt. Sie schleppte sich auf die Lichtung zum Wasser. Sie tauchte die Hände ins Waasser und wusch sich ihr Gesicht ab. Ihre Verletzung brannte wie Feuer, aber sie wollte tapfer sein und stark..


    Caitriona saß jetzt schon eine Weile hier und beobachtete den Sternenhimmel. Ihr Blick ging zurück zum Wasser. Ihr Antlitz spiegelte sich mitsamt dem des Mondes. Sie sah ihr Gesicht und sah die Augenklappe, die sie seit dem Kampf gegen Gargos trug.

    Die Erinnerungen an den Kampf waren langsam verblasst. Sie versuchte sich zu erinnern aber ähnlich einem Fenster aus Milchglas sieht man Umrisse, aber keine Details.

    Eines hatte sie in dieser Nacht vor so vielen Jahren aber gelernt und just in diesem Moment war der Gedanke und die Erinnerung klarer denn je.

    Sie hätte sich der Gefahr nie alleine stellen dürfen…

    Es ist nicht wichtig, was andere über einen denken oder was man zumindest glaubt zu wissen wie die Meinung anderer aussieht.

    Sie hatte durch das Erschlagen von Gargos gezeigt, dass sie ein wertvoller Bestandteil der Gemeinschaft ist. Der Preis dafür war allerdings ihr Auge. Sie hatte ab dem Zeitpunkt das Gefühl gehabt, von allen als gleichberechtigt gesehen zu werden - was allerdings Unsinn war. Sie gehörte immer dazu, sie grenzte sich nur selbst aus.


    Die Ereignisse des Abends konnte sie nun einordnen. Der Kreislauf des Lebens ist gestört von einem schier übermächtigen Feind. Es wurde gemordet und zerstört und dies darf nicht ungesühnt bleiben.


    Sie hatte vor einigen Wochen von einer Gemeinschaft gehört die sich an der Mondlichtung sammeln soll. Sie wollte diese nun suchen gehen…Gargos, so schien es ihr, war wieder auferstanden.

    OOC.

    Hallo zusammen,

    mein Name ist Torsten,ich bin 40 Jahre alt und wohne in Duisburg.Ich bin verheiratet, kinderlos und arbeite in einem großen Deutschen Industriekonzern als Disponent.

    WoW spiele ich seit classic mit einer Unterbrechung von knapp 1 1/2 Jahren ab mitte BC.

    Zu Beginn meiner WoW Zeit spielte ich auf dem KDV auf Seiten der Horde.Damals war ich einige Zeit bei Orgrimms Hammer und lernte das RP kennen .Nach meiner Pause gab es die Gilde leider nicht mehr in dem Sinne und ich ging zu den Kämpfern von Azeroth.Dort lernte ich auch meine spätere Frau kennen.

    In den letzten Jahren haben wir noch RP betrieben aber meißt nur eim Bereich Tauren,Goblin oder Untote.Abstecher in Richtung Allianz gab es auch allerdings beschränkt sich dort meine Erfahrung nur auf die Pandaren.

    Ich bin was die Nachtelfen angeht ein absoluter Anfänger.Ich habe mir mit viel Interesse euren Leitfaden im Bezug auf die Nachtelfen Lore durchgelesen um zumindest einen gewissen Rahmen zu haben worin man sich bewegt.Da ich wie erwähnt ein absoluter Anfänger bin im Bezug auf die Nachtelfen ,meine Erfahrung aber gezeigt hat das man nur das darstellen soll was man auch spielen kann, würde ich meine Nachtelfe als sehr unerfahren darstellen. Ich muss auch zugeben gerne RP so spielen zu wollen das es nicht in Stress ausartet und ich mich ungern rechtfertigen will wenn ich etwas versuche darzustellen,was nicht schlüssig ist. Genauso möchte ich ungern das ich womöglich der 25 Anwärter bin, der für den ein oder anderen in der Gilde arbeit macht.Sprich wenn ihr zb. die Ausbildung von Anwärtern abgeschlossen habt und nun wegen mir wieder von vorne beginnen müßt, dann bin ich euch nicht böse wenn ihr mir absagt.Wie gesagt ich will auch keine Umstände machen da das immer noch ein Spiel ist was Spaß machen und nicht in Arbeit enden soll.(speziell für euch)

    Ansonsten habe ich in den letzten Jahren viel PvE gemacht aber in letzter Zeit fast nur noch PvP.

    Dort bin ich jetzt nicht der Überflieger aber versuche mit der Masse mitzuschwimmen:)

    Soviel erstmal zu mir.Ich würde mich freuen von Euch zu hören und ein kleines Feedback zu erhalten.

    In dem Rahmen noch allen ein gesundes Neues Jahr und viel Spaß im Spiel!

  • Hallo Thorsten/Caitriona *echot es im Smz-Chor*


    Schön, das du den Weg zu uns gefunden hast. Ich finde deine Geschichte schön zu lesen und freue mich, wenn ich dich auch direkt im RP einmal erleben darf.


    Zur Zeit befinden wir uns noch bis ca Mitte /Ende Januar in der Mondlichtung und sind für dich dort jederzeit anspielbar! Entweder du schreibst uns einfach kurz an oder gesellst dich ganz spontan hinzu. Wir freuen uns immer über neue Rpler und sind offen für fast alles :)


    Was dein Charkonzept angeht, so sehe ich kein Problem damit eine eher unerfahrene Elfe zu spielen, sofern sie genug drauf hat (was nicht zwingend druidische Fähigkeiten sein müssen, sondern auch diverse Andere sein können!) um auch in eine militärische Einheit zu passen.

    Mich würde bzgl der Ausbildung zur Druidin das Alter deines Chars noch interessieren und ob sie schon fertig mit der Ausbildung ist oder noch grundlegend drin steckt.

    Lore oder Logikfehler bzgl Nachhelfen sind übrigens kein Verbrechen und wir sind da sehr hilfsbereit, solange Kritik erwünscht ist. Solltest du dahingehend fragen haben, schreib uns auch einfach an!


    Ich hoffe, man sieht sich die Tage im Spiel :)

    An Eye for an eye, a tooth for a tooth...and Evil for Evil.

  • Huhu!


    Schön, dass Du deinen Weg nach unserem Gespräch vor den Feiertagen hierher gefunden hast.

    Ich kann die Worte meines Aufseherkollegen nur unterstreichen.


    Hau uns gern jederzeit per Wisper an :)

    Such dir deine Freunde mit bedacht, deine Feinde finden dich von ganz allein...

  • Hallo zusammen,


    Danke für eure Worte.


    Ich versuche kurz auf die von euch angesprochenen DInge einzugehen.


    Die Ausbildung hat die Druidin abgeschlossen.Das Alter lege ich auf 323 fest.Militärisches RP kenne ich ebenfalls nicht was somit im Verbund als Nachtelfe in zweierlei Hinsicht Neuland für dich ist. Da ich nicht genau einordnen kann was mit "Fähigkeiten die in eine militärische Einheit passen" gemeint ist, rate ich mal ins blaue.


    Caitriona ist dadurch das sie ein Wächter und Beobachter der Natur ist besonders im Rahmen Aufklärung und Auspähen geeignet.Da ich sehr lang beim Bund war umschreibe ich das ganze mit den Schlagworten,Spionage,Sabotage und Zersetzung :)


    Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich für jeden Freundlichen Hinweis bzw. konstruktiver Kritik offen bin und mir diese auch wünsche.

  • Huhu du

    Das ist mal eine schöne, lange Bewerbung - mit ausgiebig Vorgeschichte. :) Das gefällt mir schon mal gut, und es gibt eigentlich nur zwei Punkte, die mir aufgefallen sind:

    Zum einen finde ich sie für eine vollständig ausgebildete Druidin eigentlich zu jung, muss ich sagen. Wenn man bedenkt, dass Kaldorei so um die 300 herum erst als Erwachsene betrachtet werden. Andererseits gibt es die Ausbildung zur DruidIN ohnehin noch nicht so sonderlich lange. Ich will dir das nun keineswegs ausreden - dafür gibt es genug Druidinnen im selben Alter, halte es aber nicht für eine besonders schöne Lösung und würde entweder eine Druidin in Ausbildung angehen - vielleicht mit der Aussicht, IG zum Druiden geweiht zu werden- oder vielleicht die Jährchen etwas anhheben.

    Und nun um zweiten: Du bist Druide. Die sind ganz wunderbare Heiler bzw haben diese in ihrer Gemeinschaft, und es ist von vielen, vielen Standtpunkten, nicht zuletzt von der militärischen Brauchbarkeit her ziemlich überflüssig, eine Wunde wie ein verletztes Auge nicht zu heilen, sondern vernarben zu lassen. Zumindest wenn es nun nur ein Bärenkratzer war und weder Feuer, noch fiesliche Magie, die ihr das das Auge genommen hat. Die Grenzen dessen, was Druiden wiederherstellen können sind natürlich diskutabel, aber ich denke, bei einem blutjungen Mädchen wird man alles daransetzen, das wiederherzustellen.

    Zumal es dir im RP nun auch nichts bringt - und es kann ja durchaus auch genau so passiert sein, einschließlich dass es ihr den Spitz / Familiennamen eingebracht hat, nur dass eine dauerhafte Trübung zurückbleibt halte ich persönlich für überflüssig. Aber das ist eine persönliche Präferenz.

    Ansonsten mag ich das Konzept einer jungen, einsatzfreudigen Druidin wie deiner immer gern, auch wenn, schlicht und einfach gesprochen, ein Char, der sich selbst ausgrenzt, sich selbst eben ausgrenzt und flauschiges, entspanntes RP so schwieriger wird. Darüber solltest du dir im Klaren sein. Aber wie du das nun umsetzt wird sich ja eh im gemeinsamen RP ergeben. Ich freue mich jedenfalls, dich und deine Caitriona mal zu sehen.

  • Caitriona

    Herzlich Willkommen im Forum :)


    Vayuna

    Weil es hier gerade angesprochen wird: Das mit dem Alter ist ja allgemein ein Problem. Fenu, Altra, Ferina und Gao sind alle keine 400 Jahre alt. Wenn Caitriona eine Schülerin erstellt, wird sie in ein paar Jahren Druidin sein und dann auch nicht viel älter sein. So ist es bei uns ja auch gewesen. Ich sehe zwar das Problem, glaube aber nicht, dass es sich lösen lässt, indem man einen Schüler spielt. Man kann ja auch schlecht eine Kaldoreiausbildung über 100 Jahre ausspielen. Deshalb hadere ich da auch mit mir selbst.

  • Ja, das weiß ich leider ja , Fenu. ^^ Dass das niemanden angreifen soll, das weist du ja auch. Aber wenn ein scheinbar Recht neuer Char auftaucht mag ichs wenigstens mal erwähnt haben - so wie ich bei jedem 90jährigen Magister in SM Fuchteln würde.

    Dass ein Druide eh nie wirklich auslernt kommt ja auch dazu ;)

  • Fenubar

    Wobei wir alle als Schüler im SMZ angefangen haben ;)


    Caitriona

    Ich würde das Alter etwas rauf setzen. In Richtung der 350 ungefähr. Wobei das auch nur persönliches Empfinden ist und nichts, was ich wirklich "bemängel". Bin auf jeden Fall gespannt auf den Charakter und freue mich über eine weitere eher jüngere Druidin. Ich finde es gut, dass es keine alte Druidin ist. Die finde ich immer viel problematischer, weil sie irgendwie an die Lore zurecht gebogen werden.

  • Vayuna

    Natürlich weiß ich, dass das niemanden angreifen sollte.^^ Ich wollte eigentlich nur sagen, dass der Char als Druide dann nicht wirklich älter ist, nur weil man die Ausbildung ausspielt. Aber eine Lösung habe ich halt auch nicht.^^


    Mit Fenu habe ich halt die Ausbildung ausgespielt, was mir auch sehr viel Spaß gemacht hat. Aber nun ist er trotzdem keine 350 und fertiger Druide (was ich selbst eigentlich auch merkwürdig finde, weshalb beim Alter meistens nur noch "jung" steht). Bei den Verteidigern ist es bei uns ja auch nicht so viel anders. Aki ist ja auch nicht wirklich alt und schon Aufseher und Luthien ist 850 und hat eine Ausbildung zur Aufseherin UND Druidin absolviert. Aber das ergab sich bei uns halt alles aus dem RP. Am Ende machen wir uns natürlich wieder mehr Gedanken um das Alter als Blizzard :D

  • Vorschlag zur Güte,ich komme einfach immer mit meinem Tauren Druiden zur Mondlichtung.

    Vorteil Nr.1 Alter kann man nicht abschätzen

    Vorteil Nr.2 ich erzähle keinen Quatsch und wenn versteht man es eh nicht


    Spaß beiseite,ihr diskutiert gerade über mehrere Beiträge ob der Druide nun 320 oder doch lieber 350 Jahre alt sein sollte.Versteht mich nicht falsch, ich finde es interessant das ihr so mit dem Spiel und euren Chars aufgeht und eintaucht.

    Auf der anderen Seite macht mir persönlich dieser Umstand Sorge denn so habe ich Angst ob sich überhaupt ein spontanes RP entwickeln kann.Im Moment sehe ich mich inmitten von 20 Nachtelfen und sage nicht mehr als ja und nein nur nichts falsches zu sagen.

  • Du kannst garnichts falsches sagen, also keine Angst. Die Diskussion brandet ja nichtmal mehr nur um deinen Char sondern eher allgemein. Also keine Angst und Scheu!


    Das Alter bei Nachtelfen ist übrigens immer so eine Sache. Man gewöhnt sich daran es irgendwann nebulös zu gestalten.

    An Eye for an eye, a tooth for a tooth...and Evil for Evil.

  • Ich würde mir da auch keine Gedanken machen. Ob dein Char 320 oder 350 ist, ist in meinen Augen überhaupt nicht relevant. Du spielst halt eine junge Druidin die vor nicht sehr langer Zeit die Ausbildung abgeschlossen hat. Mach dir da nicht so große Gedanken.

  • Persönlich finde ich es auch ein wenig müßig bei einem ehem. unsterblichen Volk einen Unterschied zwischen 320 und 350 zu machen. Fakt ist, dass die "300" (ja, die meisten spielen immer noch danach, genau wie die "60" der Belfen) eine Corebook-Info ist und damit eigentlich obsolet - oder zumindest nichts, woran man sich ewig aufhängen sollte.

    Das "Oh aber dann ist der Charakter jung und ausgebildet"-Problem sehe ich nur bedingt. Wir wissen nämlich gar nicht wirklich, wie lange eine "Grundausbildung" dauert, oder? Mir wäre zumindest keine Quelle bekannt. Magierspieler hadern ja auch immer damit, aber wir wissen von Blizzard, dass seit dem Dritten Krieg auch Frauen auf Kalimdor offiziell ausgebildet werden und wir haben einige Druidinnen, ja sogar Erzdruidinnen seitdem. Also ist eine ausgebildete Druidin schlicht legitim. Einige werden jünger sein, weil es der erste und einzige Ausbildungsweg war, andere sind womöglich älter, hatten aber davor gesellschaftlich schlicht nicht die Möglichkeit, dem Pfad zu folgen.

    Ob man Teile der Ausbildung nun innerhalb dieser Gilde gespielt hat, abseits davon, nur für sich im Hintergrund festgelegt hat ... wer_weiss#smiley

    Once you have tasted flight, you will forever walk the earth with your eyes turned skyward, for there you have been, and there you will always long to return.

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  • Hallo,


    willkommen, lass dich nicht einschüchtern, wir verlieren uns schonmal in einem Detail, welches bei weitem nicht so wichtig ist, wie es scheint.

    Trotzdem würde ich dir empfehlen den Gang über das Schülerdasein zu sein.

    Nicht wegen des Charalters, sondern, weil der Einstieg in ein "neues" RP mit einem Schüler einfacher ist, weil das LehrRP sehr viel Spass macht, und weil es sich irgendwie besser anfühlt sich den "Fertigen" Druiden Status und damit seine Weihe erspielt zu haben.


    Ist etwas, was ich nicht auslassen würde und viel Potential für Entwicklung gibt.

  • Die ganze Diskussion ist seit gestern eh hinfällig, nachdem wir uns eine ganze Weile unterhalten haben.

    Wir haben einen Weg gefunden, wie man a) die Detailfragen recht angenehm umgehen kann und b) der Char einen Einstieg bekommt, der sehr gut in die aktuelle Situation passt.


    Dahingehend wird es in den nächsten Tagen ein Mini-Event geben (1 Abend), dass ich leiten werde.


    Einladung folgt.

    Such dir deine Freunde mit bedacht, deine Feinde finden dich von ganz allein...

  • Guten Morgen zusammen,


    ziehe hiermit meine Bewerbung zurück!

    Leider habe ich zur Zeit nicht wirklich den Spaß im Spiel der voraussetzt, dass ich mich zukünftig aktiv ins Gildenleben bei euch einbringen könnte wie es sich gehört. Im Moment bin ich näher an einer längeren WoW Pause als das nicht.


    Trotzdem vielen Dank für den herzlichen Empfang hier im Forum, die Mühe von Aquilla meinen Char irgendwie mit einem Konzept zukünftig in die Gilde integrieren zu können.


    Ich wünsche Euch noch viel Freude und Spaß an euren zukünftigen Projekten und das euch nicht die Ideen ausgehen.


    LG Torsten