• Trolle


    Die Trolle sind eine nicht-titanische, auf Azeroth heimische Rasse. Sie sind in jedem Winkel der Welt zu finden und bewohnten diese sogar schon vor der Ankunft der Titanen. Diese Wesen sind in der Regel zwei Meter groß und hundert Kilogramm schwer. Nur die Drakkari und Zandalari sind größer und schwerer. Bei den Trollen gibt es aber eine "monströse" Unterart, riesig und muskelbepackt.
    Trolle scheren und kümmern sich zumeist nur um ihren Stamm. Lediglich die Dschungeltrolle der Dunkelspeere sowie die Waldtrolle der Splitterspeere und Bruchhauer sind Verbündete der Horde. Obwohl die Dunkelspeere der kleinsten Unterart angehören, sind sie schnell und listig. Wenn sie zu Berserkern werden, werden sie noch größer als ein Orc.


    Geschichte


    Das Zwillingsimperium


    Vor über 16.000 Jahren (lange bevor es zum ersten Krieg zwischen den Nachtelfen und der brennden Legion kam) herrschten die Trolle über große Teile des urzeitlichen Kalimdors, welcher damals noch einen Superkontinenten bildete. Die Zandalari waren der früheste bekannteste Stamm, jener Stamm aus dem alle anderen Stämmer hervorgingen.


    Im Laufe der Zeit enstand die beiden Trollweltreiche von Zul'Aman in den weiten Wäldern des Herzlands und Zul'Gurub in den Dschungeln des Südens. Weit im Norden, dem späteren Nordend, lebten viele kleine Stämme. die später das bei weitem nicht so mächtige Reich von Zul'drak bilden sollten.


    Die Gurubashi und Amani waren nicht gut aufeinander zu sprechen, doch bekämpften sie sich nie. Zu dieser Zeit bedrohte ein drittes Imperium die beiden: das Reich der Aqir. Dieses insektoide Volk war intelligent, zielstrebig und davon besessen alle Nicht-insekten von Kalimdor zu tilgen.

    Für tausend Jahre kämpften Trolle gegen Aqir. Doch in diesem Krieg schien sich kein Sieger heraus zu kristallisieren. Schließlich sollte sich jedoch die Beharlichkeit der Trolle auszahlen. Ihnen gelang es das Imperium der Aqir zu zerschmettern. Den Insekten blieb nichts anders übrig als in ihre Kolonien im Norden und Süden zu fliehen. Die beiden Stadtstaaten von Azjol-Nerub im Norden und Ahn'Qiraji in der südlichen Wüste enstehen. Die Trolle vermuteten noch weitere Kolonien unter Kalimdor,doch dass wurde nie bestätigt.

    Mit den Aqir im Exil kehrte der Altag in die Imperien zurück. Trotz ihrer militärischen Erfolge breiteten sich die beiden Reiche nicht weiter aus und beschränkten sich auf ihre alten Grenzen. Die Lücke um den Brunnen der Ewigkeit wurde von ehemaligen Amani, den Dunkeltrollen geschlossen. Diese erichteten Kolonien um das rätselhafte Gewässer. Durch dessen Macht entwickelten sie sich zu den magiebegabten Nachtelfen weiter.


    Untergang der Imperien


    Mit der Endeckung der Magie und der Macht des Brunnens der Ewigkeit entwickelten sich die Nachtelfen zur neuen dominanten Macht auf Kalimdor. Die Trolle taten, was sie konnten um die Ausbreitung der Kaldorei zu unterbinden. Durch die Magie waren die Nachtelfen im Vorteil: durch ihre Furcht und Aberglauben der Magie bezüglich gingen die Trolle im Kampf gegen die Nachtelfen langsam aber sicher zu Grunde.


    Die Nachtelfen griffen mit ihr die Nachschubwege und Verteidigungsanlagen und Streitkräfte der Trolle erfolgreich an. Die Trolle konnten der Magie nichts entgegenwirken und gingen unter. Die Nachtelfen erfuhren dadurch für die nächsten Jahrtausende Hass und Verachtung durch die Trolle.

    Schließlich sollte die Magie auch den Nachtelfen zum Verhängnis werden. Die brennende Legion durchquerte ein Portal und griff die Zivilisation der Elfen an. Von Attacken auf Trollgebiete oder Städte ist nichts bekannt, vermutlich lebten die Trolle in Nicht-Kampfgebieten.


    Am Ende des Kriegs der Ahnen verwandelte sich der Brunnen der Ewigkeit in den Maelstrom und riss Kalimdor in Stücke. Große Bereiche des einstigen Superkontinenten versanken im Meer, doch die Hauptstädte, Zul-Aman und Zul-Gurub blieben verschont. Ruinen beider Reiche können noch heute in Quel'thalas und dem Schlingendorntal besichtigt werden. Die Aqir-Reiche von Azjol-Nerub und Ahn'Qiraji überlebten ebenfalls.


    Beide Trollzivilistionen litten unter der großen Teilung. Dennoch rafften sich die Trolle wieder auf und begannen den Wiederaufbau ihrer Imperien. Seit dem streben sie nach der Rückgewinnung ihrer einstigen Macht.

    Zorn des Seelenschinders


    Die Jahrhunderte nach der großen Teilung waren hart für die Trolle. Hungersnöte und Krankheiten griffen um sich. Die Gurubashi-Trolle sahen sich zu extremen Maßnahmen gezwungen um ihr Volk zu retten. Sie riefen die alten dunklen Kräfte ihres Volkes an. Obwohl die Gurubashi wie alle Trollstämme über ein Pantheon von Loa, Göttern und Geistern verfügten, verfielen die Gurubashi dem Einfluss eines dunklen Gottes.


    Hakkar der Seelenschinder erhörte die Flehen und Gebete der Trolle und beschloss ihnen zu helfen. Er weihte die Trolle in die Geheimnisse der Blutmagie ein. Mit dieser neuen Macht eroberten die Gurubashi große Teile des Schlingendorntals und Inseln in der Südsee. Obwohl er große Macht anbat verlangte Hakkar Seelen als Opfer für seinen Dienst. Er wollte so Zugang zur physischen Welt erlangen, damit er diese betreten, terrorisieren und Seelen verschlingen kann.

    Die Zandalari, mittlerweile Priesterkaste und Bewahrer des Trollerbes, richten einen Apell an die Gurubashi, und viele mächtige Clans der Gurubashi schenken ihnen Gehör und schließen sich ihnen im Kampf gegen Hakkar und seine Priester, die Atal'ai, an.
    So brach der Bürgerkrieg der Gurubashi aus, dessen Verlauf aber nicht genau überliefert ist. Im Ringen um den Sieg wird das Reich von der Magie der Anhänger Hakkars, dem Bltugott und ihren Wiedersachern zerrissen. Dem Wiederstand gelingt es schließlich den Avatar Hakkars zu zerschmettern und den Blutgott aus der Welt der Sterblichen zu verbannen.
    Die Atal'ai werden von den Trollen aus dem Reichsgebiet getrieben. Sie finden Exil in den Sümpfen des Elends. Dort erbauen sie einen Tempel, wo sie ihren Gott weiterhin verehren und anbeten. Als die Trolle wieder zu einer großen Gefahr für Azeroth werden, zerschmettert Ysera mit all ihrer Macht den Tempel. Eranikus und die grünen Drachenwächter fallen aber dem Bösen zum Opfer und werden korrumpiert.


    Die Reste des Gurubashiimperiums standen einem Reich in Schutt und Asche gegenüber. Die Schädelspalter, Dunkelspeere und Blutskalpe suchten nun ihren eigenen, unabhägigen Platz im Schlingendorntal. Obwohl zwischen den Trollstämmen nun ein fragiler Friede herrscht, werden Gerüchte und Prophezeiungen laut das der Blutgott zurückkehren wird.


    Die Trollkriege


    Einer der ältesten Konflikte herrschte zwischen den Waldtrollen von Zul'Aman und den Hochelfen von Quel'thalas. Nach ihrer Verbannung hatten die Hochgeborenen mit Hilfe von Wasser aus dem Brunnen der Ewigkeit den Sonnenbrunnen erschaffen. Mit dessen Macht schufen die nun als Hochelfen bekannten Wesen das magische Reich von Quel'thalas. Das Problem: die Elfen siedelten in heiligen Trollländern. Für 4.000 Jahre fochten Elfen und Trolle einen kalten Krieg, der mit Hilfe des Sonnenbrunnens auch kalt gehalten wurde. Bis die Trolle genug Soldaten gesammelt hatten um den Hochelfen wirklich gefährlich zu werden.


    Und tatsächlich wirkte es so, dass die Waldtrolle gewinnen würden. Bis die Menschen auf den Plan traten. Jene Wesen, die den Waldtrollen lange als Sklaven, Nahrungsquelle etc. gedient hatten, verfügten dank ihrer Elfenalliierten nun über das Geschenk der Magie. Gemeinsam trieb man die Trollarmee zum Fuß des Alteracgebirges. Dort entfachten die Magier einen arkanen Sturm. Dieser erzeugte unheilbare Wunden bei den Trollen und vernichtete zahlreiche von ihnen.
    Nach dem Sieg der Menschen gelang es den Amani nie wieder die Waldtrolle als eine Nation zu sammeln.


    Größe und Körperbau


    Größe
    Trolle sind im Durchschnitt etwa 2,10 Meter groß und 90 Kilogramm schwer, mit Ausnahme der Stämme der Drakkar und Zandalar, die etwas größer als ihre Verwandten sind. Wie bei anderen Völkern gibt es auch vereinzelt Trolle, deren Größe weit außerhalb der Norm liegt. Diese so genannten "monströsen" Trolle werden in einem späteren Abschnitt beschrieben.


    Gesundheit
    Alle Trolle besitzen eine erstaunliche körperliche Zähigkeit: sie können schwere körperliche Verletzungen heilen und vereinzelt selbst abgetrennte Gliedmaßen nachwachsen lassen. Diese beschleunigte Heilung macht Trolle zu gefürchteten Gegnern auf dem Schlachtfeld.


    "Monströse" Trolle
    Eine kleine Zahl von Trollen ist auffällig größer und muskulöser als ihre Verwandten, aber es gibt keine volksspezifischen Unterschiede zwischen ihnen und dem Rest der Trolle. Für die ungewöhnliche Größe und Muskulatur gibt es verschiedene Erklärungen: Die Trolle könnten alchimistisch oder magisch verändert worden sein oder es könnte sich einfach um eine Laune der Natur handeln. Obwohl diese großen Trolle im täglichen Leben unter den Vorurteilen anderer Völker leiden müssen, werden sie von anderen Trollen nicht als monströs angesehen.


    Kulturelle Eigenheiten/Besonderheiten


    Sprache
    Die gemeinsame Sprache der Trolle heißt Zandali. Doch viele Trollstämme haben die ursprüngliche Sprache vergessen und sprechen nur noch den Dialekt ihres Stammes. Es gibt aber auch Trolle die Orcisch und die Allgemeinsprache sprechen.


    Namen
    "Richtige" Namen und Nachnamen gibt es unter den Trollen nicht. Viel mehr haben Teile von Namen eine bestimmte Bedeutung. Meist tragen Trolle ihren Stammesnamen als Nachnamen.
    • Fon: Ein Einzelgänger oder jener der nichts mit der Kultur der Trolle zu tun haben will
    • Jin: Führer bezieht sich auf einen Stammesführer oder -älteste
    • Zul: Bezieht sich auf große Trollstädte oder große Anführer
    • Alor: Tempel oder Altar
    • Antu: Wächter


    Baukunst
    Die Trolle errichteten einst große Tempelanlagen, mächtige Pyramiden und beächtliche Verteidigungsanlagen. Besonders bemerkenswert ist das Äquadunkt in Zul'Drak oder die Arena der Gurubashi im Schlingendorntal. Als die Weltreiche untergingen, vergaßen die Trolle scheinar auch ihre Fähigkeiten der Architektur und der Baukunst, oder in ihrem Kampf ums Überleben hatten sie keine Zeit mehr für große Bauprojekte. Heute leben die meisten Trolle in Hütten und Zelten. Diese errichten sie oft zwischen den Ruinen ihrer Vorfahren.


    Religion
    Die Trolle haben ein recht ausgedehntes Pantheon an Geistern, Göttern und Loa. Die Loa sind meist mächtige Tierwesen, die ihren Anhängern Fähigkeiten geben, die ihrer Tierart entsprechen. Es gibt gute und böse Wesen. Die Priester halten verschiedene Rituale ab um diese Wesen zu beschwichtigen, mit ihnen zu reden oder um ihren Segen zu erhalten. Die Loa sind es, die den Trollen ihre besondere Heilfähigkeit verleihen und ihnen als Strafe sogar die Heilung eines kleinen Kratzers verweigern können. Die Hexendoktoren und Schattenjäger sind besondere Krieger die mit den Kräften der Götterwelt arbeiten.


    Kannibalismus
    Die meisten Trolle scheinen Kannibalismus zu praktizieren. Bei einigen Trollstämmen wurde der Kannibalismus definitiv bestätigt, einschließlich der Moosschinder und der Blutfratzen. Außerdem sind auch alle momentan bekannten Stämme der Eistrolle Kannibalen. Sandtrolle, Waldtrolle und Dschungeltrolle sind häufig, aber nicht immer kannibalistisch. Selbst von den geheimnisvollen Dunkeltrollen glaubt man, dass sie Kannibalen sind. Es gibt aber auch beachtenswerte Ausnahmen. Die Zandalar und Bruchhauer nehmen zum Beispiel kein Trollfleisch zu sich. Die Dunkelspeere waren kannibalistisch, bis sie sich der Horde anschlossen, dann gaben sie diesen Brauch offiziell auf.


    Voodoo
    Nicht alle Trolle praktizieren Voodoo, aber es ist mindestens so weit verbreitet wie Kannibalismus. Es ist wenig über die Herkunft des Voodoo der Trolle bekannt, da die meisten Stämme, die über solches Wissen verfügen, es nicht mit Fremden teilen. Nach der kürzlichen Ankunft der Zandalar auf der Insel Yojamba spekulieren jedoch viele Forscher, dass der Ursprung des Voodoos bei den Zandalarianern liegt.


    Mumifizierung
    Die Trolle sind ein Volk die ihre Toten mumifizieren. Sie entnehmen ihren Verstorbenen also die Organe und trocknen die Leichen aus und wickeln sie dann in Tücher ein. Die Mumien werden von den Trollen in gewaltigen Totenstädten zur Ruhe gebettet. Obwohl die Toten bei vielen Stämmen nicht ewig ruhen. Mit Hilfe von Nekromantie und vermutlich Voodoo helfen die untoten Trolle ihren lebenden Brüdern bei allen Dingen des Lebens. Die Geißel hat die Totenstädte der Trolle in Quel'thalas und Lordaeron endeckt und die Mumien in die ihre Reihen aufgenommen.



    Trollstämme / Trollarten


    Beziehungen und Hirache
    Trolle sind sehr isolierte Wesen. Die meisten Trolle (außer den Dunkelspeeren) sprechen keine andere Sprache außer der ihres Stammes. Wilde Dschungeltrolle und Küstentrolle sind sehr territorial und hassen Trolle anderer Stämme. Trolle sind sehr stammesverbunden und spirituell. Das Zentrum eines jeden Stamms ist ein sehr geübter Jäger oder ein mächtiger Priester.
    Anders als die Dunkelspeere greifen Trolle anderer Stämme alles und jeden an, sogar andere Trolle. Unzivilisierte Trolle leben überall in Kalimdor, Nordend und den östlichen Königreichen. Der Dschungel in der Nähe von Beutebucht ist für seine bunte wie agressive Trollpopulation bekannt wie gefürchtet.


    Waldtrolle
    Durch eine Mutation, die vor vielen Jahrtausenden stattfand, können die Körper der Waldtrolle in begrenztem Maße pflanzliches Leben tolerieren. Kurz nach der Geburt beginnt eine Schicht Moos auf der Haut der Waldtrolle zu wachsen und verleiht ihnen ihre charakteristische grüne Farbe. Die meisten Waldtrolle verachten alle anderen Völker von Azeroth und arbeiten nur mit ihnen zusammen, wenn sie dadurch einen noch verhassteren Gegner oder eine größere Bedrohung beseitigen können. Diese Feindseligkeit der Waldtrolle ist einer der Gründe, warum sie von den meisten anderen Trollstämmen als böse erachtet werden. Es ist ebenfalls gut dokumentiert, dass die Waldtrolle manchmal Opferrituale durchführen. Wegen der Auseinandersetzungen in der Vergangenheit besteht bei allen Trollen eine Abneigung gegenüber Elfen, aber die Waldtrolle hegen einen besonderen Hass gegen Hochelfen, Blutelfen und Orcs.

    Dschungeltrolle
    Die Körper der Dschungeltrolle sind von einem kurzen, weichen Fell bedeckt, das sie violett oder grau erscheinen lässt. Dschungeltrolle sind auch ungewöhnlich gewandt im Vergleich mit anderen Trollen.


    Eistrolle
    Die Haut der Eistrolle kommt in Schattierungen zwischen weiß und blau vor. Es wurden auch vereinzelt grünhäutige Eistrolle beobachtet. Diese sind aber selten, und die grüne Farbe ist eine Folge der Pigmentierung, nicht von Pflanzenbewuchs wie bei den Waldtrollen. Eistrolle haben normalerweise dichte Haarmähnen. Eistrolle sind besonders gewalttätig und grausam, selbst im Vergleich mit anderen Trollen. Dieser unangenehme Charakter ist jedoch nicht die Folge der verschneiten Gebiete, in denen die Trolle leben; vielmehr ist es so, dass einige Trollstämme wegen ihres Verhaltens in den hohen Norden vertrieben wurden, und sich dort zu Eistrollen entwickelten.


    Wie alle anderen Trolle stammen auch die Eistrolle von den Zandalar ab, trennten sich jedoch von diesen und gründeten einige eigene kleine Stämme. Diese neuen Stämme erwiesen sich als zu blutdurstig, um von anderen Völkern toleriert werden zu können. Sie wurden aus den bewohnten Gebieten vertrieben und waren gezwungen, sich weit im Norden des alten Kalimdor niederzulassen, in einer Region, die heute als Nordend bekannt ist. Lange vor der Großen Teilung gründeten die Eistrolle eine kleine Nation namens Zul'Drak, die aber niemals die Größe oder den Wohlstand der beiden südlichen Trollimperien erreichen sollte.


    Für lange Zeit hatten die Eistrolle wenig mit der so genannten zivilisierten Welt zu schaffen, und viele von ihnen leben auch heute noch in Nordend. Seit Kurzem werden Eistrolle aber auch in größerer Zahl in den östlichen Königreichen gesichtet, wo der Stamm der Frostmänen immer häufigere und aggressivere Angriffe durchführt.


    Sandtrolle
    Die Haut der Sandtrolle ist rau und brüchig und von brauner bis goldener Farbe. Sandtrolle haben auch dünnere Haarmähnen als ihre Artgenossen. Sie leben abgeschieden und greifen jeden Fremden an.
    Durch das Chaos der Großen Teilung wurde ein Trollstamm, der bisher am Rande des Imperiums der Gurubashi gelebt hatte, vom Rest der Trolle isoliert. Der Stamm fand sich unter der erbarmungslosen Sonne von Tanaris wieder, und die Trolle passten sich nach und nach an die harten Lebensbedingungen an. Die Sandtrolle haben nie ein eigenes Imperium gegründet. Stattdessen mussten sie viel von ihrem ursprünglichen Territorium in Tanaris aufgeben, aber ihre momentane Zuflucht verteidigen sie mit großer Hartnäckigkeit.


    Dunkeltrolle
    Vereinzelten Berichten zu Folge haben die Dunkeltrolle graue bis schwarze Haut und führen zumeist ein unterirdisches Leben. Bei angeblichen Sichtungen von Dunkeltrollen wird von titanischen, unzivilisierten Kreaturen gesprochen, die mit wenig taktischer Planung und ohne Zusammenhalt in der Gruppe angreifen. Deswegen wird vermutet, dass Dunkeltrolle wesentlich weniger intelligent sind als andere Trollarten.

    Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Dunkeltrolle jemals eine Zivilisation oder eine Nation gegründet haben. Tatsächlich ist ihre geschätzte Anzahl so gering, dass die Berechtigung für eine eigene Trollkategorie ernsthaft in Frage gestellt wird. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass die Dunkeltrolle, sollten sie wirklich existieren, von einem einzigen Stamm abstammen.


    Zandalari
    Die frühesten bekannten Trolle gehörten dem Stamm der Zandalar an, und von diesen stammen alle anderen bekannten Trolle ab. Ursprünglich schätzten die Zandalar Wissen über alles, aber ein bedeutender Teil des Stammes sehnte sich stattdessen nach Eroberung. Diese unzufriedenen Trolle wanderten schließlich aus und gründeten eigene Stämme.


    Mit der Zeit änderte sich die Rolle der verbliebenen Zandalar und sie wurden zu einer stammesübergreifenden Priesterkaste für alle Trolle. Die Zandalarianer sind Bewahrer der Geschichte der Trolle und arbeiten zum Wohle des Trollvolkes als Ganzem.


    Die Zandalarianer genießen Respekt bei allen anderen Trollen, halten sich aber aus der Tagespolitik der einzelnen Trollstämme heraus. Sie sind im Durchschnitt etwa 2,40 Meter groß, deutlich größer als alle anderen Trolle mit Ausnahme der wilden Drakkari. Trotz ihrer Körpergröße und ihres umfangreichen Wissens haben die Zandalarianer keine Autorität über die anderen Trollstämme, und streben auch nicht nach einer solchen Rolle.


    Die Insel Zandalar, die einst Teil des alten Kalimdor war, ist der Geburtsort der Trollzivilisation, und wird von allen Trollstämmen als neutrales Gebiet betrachtet. Als der Brunnen der Ewigkeit implodierte, wurde ein Loch in Kalimdor gerissen. Tiefe Spalten erschienen auf dem ganzen Kontinent, und die Zandalarianer beeilten sich, starke Schutzzauber zu wirken, um ihre Heimat vor der Zerstörung zu retten. Es gelang ihnen aber nicht, den ganzen Kontinent vor den gewaltigen Kräften abzuschirmen. Der Boden direkt unter dem Schild der Zandalar versank unter dem Meer, und der Kontinent zerbrach in mehrere Landmassen. Als die Teilung vorüber war, stellten die Zandalar fest, dass ihre Heimat nun zu einer Insel geworden war. Zuldazar, die Hauptstadt von Zandalar, besteht aus einer Reihe von Stufentürmen, die aus der Ferne wie ein hoher Berg aussehen.
    Die verschiedenen Trollstämme misstrauen sich gegenseitig und führen oft Krieg gegeneinander, aber alle sechs Jahre werden Botschafter aller Trollstämme nach Zuldazar entsandt, um Neuigkeiten auszutauschen und Angelegenheiten zu besprechen, die das gesamte Trollvolk betreffen.

    "Der Weg des geringsten Widerstands ist nur am Anfang gepflastert."

  • Cataclysm


    Das Weltenbeben und dessen Folgen hat die Philosophie vieler Trollstämme gravierend verändert: die Bruchhauer haben beschlossen das Hinterland im Namen der Horde zu erobern. Die Folgen des Kataclysmus vor Augen haben die Splitterspeere ihre Isolation aufgegeben und sich der Horde angeschlossen, um dem neuen Kriegshäuptling Garrosh Höllschrei zu dienen. Das weltweite Chaos hat auch vor den Zandalari keinen Halt gemacht: Das Verschwinden ihrer Insel in die Tiefen des Meeres hat sie umdenken lassen. Sie haben beschlossen das Dahinschwinden und den Zerfall der Trollreiche zu beenden, mit allen Mitteln.


    Zul von den Zandalari kann mit seinen Versprechen von neuer Macht und neuen Weltreichen Jin'do von den Gurubashi und Daakara von den Amani locken. Denn er versichert ihnen die Hilfe der Zandalari. Zul'Gurub soll wieder im alten Glanz scheinen und Zul'Aman soll seine Rache für Zul'Jins Tod bekommen. Denn Zul verspricht das dessen Mörder um Gnade winseln werden. Für das von der Geißel eroberte Zul'drak und das Ödland von Zul'Farrak sieht er keine Chance mehr. Während seiner Rede hat sich Vol'jin von seiner Rasse abgewendet, denn die Horde ist jetzt sein Volk. Zul sieht das als Kriegserklärung und er sieht die Quelle seiner Macht und seine ultimative Waffe: Hakkar...


    Um die Völker Azeroths vor einem weiteren unnötigen Krieg zu warnen schickt Vol'jin Botschafter nach Orgrimmar und Sturmwind, denn er weiß, dass die Horde allein keine Chance gegen die Zandalari haben wird. Während Vol'jin die Stellung in Zul'Aman hält, haben die Gurubashi ihre neue Macht genutzt um einen Angriff auf das Schlingendorntal zu wagen. Die Abenteurer eilen dem Dschungelland erneut zur Hilfe und treiben die Trolle in ihre Stadt zurück. Neben Vol'jin und seinen Dunkelspeeren sind auch die Bruchhauer und Splitterspeere der Horde treu geblieben. Vol'jin und seinen Kriegern gelingt es Vorposten in Zul'Aman und Zul'Gurub zu errichten und sich zu verschanzen.


    Mit Hilfe von Halduron Wolkenglanz' Weltenwanderern und Vereesa Windläufers Waldläufern gelingt es Vol'jin die Amani in Schach zu halten. Er bringt sogar Hochelfen und Blutelfen dazu zusammen zu arbeiten. Dann wird die Stadt zum zweiten Mal gestürmt und Daakara wird getötet, damit enden die Pläne der Zandalari in Zul'Aman.


    Während die Dunkelspeere den Zugang zu Zul'Gurub bewachen, finden Zul'Jin und die Abenteurer heraus, dass Jin'do Hakkar unterworfen hat. Mit mystischen und dunklen Ketten hält er den Seelenschinder gebunden und nimmt seine Macht in sich auf. Dann dringen Helden in die Tiefen der Stadt vor und besiegen Jin'do mit Hakkars Hilfe. Das kostet ihm jedoch die Freiheit. Die Pläne der Zandalari für diesen Kontinent sind gescheitert.

    "Der Weg des geringsten Widerstands ist nur am Anfang gepflastert."

  • Mists of Pandaria


    Zandalari und Mogu


    Noch vor den Zwillingimperien der Gurubashi und Amani, als die Zandalari das einzige Trollvolk waren, waren sie mit den Mogu verbündet. Ihre beiden Weltreiche lebten friedlich nebeinenander. Doch die Arroganz ihrer Herrscher ließ etwa zur gleichen Zeit beide Imperien zu Grunde gehen.
    Nach ihrem Versagen in Zul'Gurub und Zul'Aman verbünden sich die Zandalari erneut mit den zurückgekehrten Mogu. Agenten der Zandalari haben die gewaltige Grabkammer des Donnerkönigs Lei Shen aufgespürt und seinen Leichnam wird auf die Insel der Abrechnung gebracht. Dort erweckt ihn Prophet Kar'zhul wieder zum Leben. Der Prophet und der von ihm kommandierten Angriff auf Zouchin wird jedoch vernichtet.


    Auf der Insel des Donners, dem alten Sitz Lei Shens, haben die Zandalari ihr letzes Aufgebot in Pandaria zusammengezogen. Der Sonnenhäscheransturm und die Offensive der Kirin Tor bekämpfen die Trolle vor Ort während Schlachtzüge im Thron des Donners mächtige Trolle wie Jin'rokh den Brecher, die mächtige Bestie Horridon und ihren Reiter, den Kriegsgott Jalak, den Rat der Ältesten und seine zahlreichen Anhänger töten. Auch Lei Shen findet seinen Weg ins Totenreich zurück.


    In Dun Morogh haben sich die Zandalari mit den Frostmähnentrollen eingelassen, einem Stamm den sie eigentlich für unwürdig hielten. Dort räumen Helden der Allianz Zandalari aus dem Weg, die Eiselementare und einen Schneesturm beschwören wollen, um Eisenschmiede zu vernichten.

    Dunkelspeerrebellion und Orgrimmar


    Nachdem Garrosh Höllschrei zahlreiche Verbrechen begangen hatte und Vol'jin ihn immer und immer wieder angezweifelt hatte, befahl der Kriegshäuptling seinen Agenten den Häuptling der Dunkelspeere zu töten. Doch Vol'jin überlebt dieses Attentat. Er wird von Chen Sturmbräu gefunden und ins Shado-Pan Kloster gebracht. Von dort aus beobachtet er die Taten der Dominanzoffensive und kämpft als einer der Dreiunddreißig gegen die Zandalari. Dann kehrt er nach Durotar zurück, denn er sinnt nach Rache.


    Gemeinsam mit Thrall und Chen überlegt er, wie er den Kriegshäuptling stürzen könnte. Die aufkeimende Dunkelspeerrebellion zerschmettert die Kor'krontruppen die Sen'jin erobern wollen und beendet deren Aktionen im Brachland. Dann nehmen sie sich Klingenhügel.


    Einige Zeit später führt Vol'jin Belagerungstruppen gegen Orgrimmar. Dort stürtzen Abenteurer Garrosh. Nach Jahrtausenden nimmt ein Troll wieder einen sehr wichigen politischen wie militärischen Platz ein: Vol'jin wird zum neuen Kriegshäuptling ernannt.

    "Der Weg des geringsten Widerstands ist nur am Anfang gepflastert."