Feinde - Der Lichkönig und die Geißel

  • Der Lichkönig


    "Ihr nennt mich feige? Ihr wollt Rache? Ich werde euch zeigen, was Rache ist und was Angst wirklich bedeutet."
    Der Lichkönig ist/war das mächtigste Wesen auf ganz Azeroth. Ursprünglich ein Werkzeug der Brennenden Legion, hat er sich von seinen ehemaligen Herren losgesagt und führt nun seinen eigenen Krieg gegen das Leben. Er ist ein mächtiger Todesritter, ein herausragender Krieger, ein brillianter Feldherr und ist Herr der Geißel und sämtlicher Untoter der Welt. Der Lichkönig wartet und schmiedet Pläne, um Abenteurer auf den gleichen Pfad zu locken, den einst Arthas beschritten hatte. Frostgram hungert nach den Seelen der Mutigen und der Waghalsigen, und von irgendwo erschallt unter dem Helm des Lichkönigs noch immer Ner’Zhuls Stimme. „Jetzt sind wir eins.“


    Geschichte


    Einst zählte Ner'zhul zu den größten spirituellen Anführern der Orcs. Von Kil'jaeden getäuscht, half er bei der Verderbnis der Orcs und der Gründung der blutrünstigen Horde. Doch Ner’zhul weigerte sich am Ende, sein Volk vollkommen in die Ränge der dämonischen Brennenden Legion einzugliedern.


    Kil’jaeden bestrafte Ner’zhul für diesen Widerstand und stellte ihm ein letztes Ultimatum: Der Legion uneingeschränkt zu dienen, oder bis in alle Ewigkeiten zu leiden. Da ihm keine andere Wahl blieb, schwor Ner’zhul Kil’jaeden zu gehorchen und wurde als mächtiger Diener der Legion wiedergeboren – als Lichkönig.

    Ner'zhuls Geist war durch Magie an eine alte Rüstung gekettet, die später als Rüstung der Verdammnis bekannt wurde, und an die mächtige Runenklinge Frostgram gebunden. Um sicher zu gehen, dass Ner’zhul gehorsam sein würde, versiegelte Kil’jaeden die Rüstung und die Klinge in einem besonders gearbeiteten Eisblock, der aus den entlegenen Teilen des Wirbelnden Nethers stammte. Dieser gefrorene Kristall wurde letzten Endes auf die reife und nichts ahnende Welt Azeroth geworfen und fand in den verlassenen Schneewüsten von Nordend sein Zuhause.


    Auf Azeroth


    Aus seinem Frostthron heraus beschwor Ner'zhul eine Armee von Untoten und schickte diese in den Kampf gegen die Neruber von Azjol-Nerub und ihren mächtigen Spinnenlord Anub'arak. Der Krieg der Spinne tobte viele Jahre und viele der gefallenen Neruber wurden schnell an den Willen des Lichkönigs gebunden.
    Auch Anub’arak selbst geriet in einen Hinterhalt, wurde getötet und erstand als Gruftlord in Ner'zhuls Rängen wieder auf. Der Lichkönig schien seinem Meister treu ergeben, doch tatsächlich verfolgte er seinen eigenen Plan. Dazu schuf er einen kleinen Riss in seinem Gefängnis, schob Frostgram hindurch und befahl seinen Dienern, die Klinge wegzuschaffen. Ner’zhul wollte das Schwert als Köder einsetzen: einen ergebenen Untertan, der ihn befreien und ihm als Körper für seinen ruhelosen Geist dienen sollte. Während Frostgram für diesen Zweck an seinen Bestimmungsort gebracht wurde, führte der Lichkönig pflichtbewusst die Pläne seines dämonischen Meisters aus.
    Seit seiner Ankunft in Azeroth war der Lichkönig mit der Erschaffung einer Seuche des Untodes beschäftigt; einer Krankheit, die die Menschheit auslöschen und eine Armee schaffen sollte, die der Brennenden Legion treu diente. Um die Verbreitung der Seuche zu beschleunigen, gewann der Lichkönig mit Kel'Thuzad einen mächtigen Verbündeten.


    Der Kult der Verdammten


    Unter den aufmerksamen Augen des Lichkönigs gründete Kel'Thuzad den Kult der Verdammten. Dieser verbreitete die Seuche in den Dörfern Lordaerons und erschuf so eine Masse von willenlosen Untoten. Kel'Thuzad nannte seine wachsende Armee "Die Geißel", denn im Namen des Lichkönigs würde sie einst die Geißel der Menschheit sein und sie vom Angesicht der Welt vertreiben.


    Der Erzmagier Antonidas vermutete, dass die untote Seuche magischen Ursprungs war, und schickte Jaina Prachtmeer in die Nordlande, damit sie der Sache auf den Grund ginge. Sie wurde von Prinz Arthas Menethil begleitet, dem einzigen Sohn König Terenas’. Die beiden machten Kel'Thuzad ausfindig und töteten ihn, doch während die Schlacht gegen die Untoten weiter wütete, schwanden der Glaube und die Geduld des Prinzen dahin. Auch die Tore von Stratholme erreichten sie zu spät, um die Verteilung des verseuchten Getreides aufzuhalten.


    Als Uther sich weigerte, das Dorf zu reinigen und die Zivilisten zu töten, bevor sie zu Dienern der Geißel werden konnten, löste Arthas den Orden der Silbernen Hand auf. Trotz des Verlusts seiner Streitkräfte führte Arthas seinen Plan durch, schlachtete die unschuldigen Dorfbewohner ab und legte sämtliche Gebäude in Schutt und Asche. An diesem Tag zerbrach etwas in Arthas. Als er Stratholme verließ, blieb dort ein Großteil seiner Menschlichkeit zurück. Der Prinz verpflichtete sich daraufhin, die Geißel um jeden Preis aufzuhalten.


    Geschehnisse um Arthas Menethil


    Bald fand Arthas heraus, dass der Ursprung der Seuche in Nordend liegen müsse; also machte er sich dorthin auf. In Nordend angekommen, traf er auf Muradin Bronzebart, der auf der Suche nach einer Klinge war, die angeblich legendäre Kräfte besitzen sollte: Frostgram.
    Arthas beschloss, die Klinge zu suchen und sie im Kampf gegen die Geißel zu führen. Auf Uthers Drängen hin rief König Terenas jedoch schon bald Arthas und seine Truppen zurück. Bevor die Expedition jedoch die Segel in Richtung Heimat setzen konnten, heuerte Arthas heimlich einheimische Söldner an, die die Schiffe in Brand steckten.


    Als Arthas seine Truppen zu den Schiffen führte, heuchelte er Bestürzung und befahl seinen schwer enttäuschten Soldaten, die Söldner zu jagen und zur Strecke zu bringen. Arthas durchkämmte die verlassenen Weiten nach dem Schwert und fand es schließlich. Mit Frostgram in seinen Händen und der wachsenden Dunkelheit in seinem Herzen wanderte er in die frostigen Weiten um dem Ruf seines neuen Meisters zu folgen.


    In der Heimat


    Ganz Lordaeron versank im Jubel, als Prinz Arthas aus Nordend zurückkehrte, doch ihre Begeisterung sollte nur von kurzer Dauer sein.
    Nicht lange nachdem Arthas vor König Terenas niedergekniet war, stieß der ehemalige Paladin die Runenklinge durch das Herz seines Vaters, brachte Uther Lichtbringer um und forderte die Überreste Kel’Thuzads. Als Arthas sein Werk beendet hatte, war von der Hauptstadt Lordaerons nur noch eine stille Wüste des Todes und der Verzweiflung übrig.

    Er führte seine stetig wachsende Armee in die Wälder von Quel'Thalas, schlachtete alle Elfen ab, die ihm in den Weg kamen und durchbrach die Tore von Silbermond. Er nahm den legendären Sonnenbrunnen in Beschlag und benutzte seine Macht, um Kel'Thuzad als Lich wieder auferstehen zu lassen und das Land der Hochelfen vollkommen zu zerstören.


    Kel'Thuzad hingegen öffnete ein Tor, um Archimonde in die Welt zu führen. Bei seiner Ankunft erklärte Archimonde den Lichkönig fortan für nutzlos. Während Archimonde die Ziele der Legion verfolgte, reiste Arthas nach Kalimdor. Dort traf er Illidan Sturmgrimm, dessen Interessen sich mit denen des Lichkönigs deckten.


    Nach dem dritten Krieg


    Der Dritte Krieg endete mit Archimondes Ableben und die Streitkräfte der Legion wurden zerstreut. Arthas kehrte nach Lordaeron zurück, wo er jedoch von schmerzhaften Vision geplagt wurde, die ein Zeichen der schwindenden Macht des Lichkönigs waren.
    Der Todesritter reiste zurück nach Nordend und fand sich einer Armee von Elfen gegenüber: Überlebende der Invasion der Geißel in Quel'Thalas. Die Elfen hatten sich mit Illidan Sturmgrimm verbündet, um den Frostthron zu stürmen.
    Anub'arak führte Arthas daraufhin durch mehrere uralte Tunnel, die die beiden schnell zum Lichkönig führten. Nun wollte er das letzte Hindernis, das ihm noch im Weg stand, ausräumen: Illidan Sturmgrimm. Frostgram und die von Illidan geführten Zwillingsgleven von Azzinoth trafen klirrend aufeinander. Zuletzt blieb der Dämon blutüberströmt im Schnee zurück.
    Arthas zog weiter und ignorierte die Stimmen der Vergangenheit, die in seinem Kopf hallten und ihn vor dem warnten, was er zu tun gedachte. Einige sagen, dass er seine Handlungen noch selbst beeinflussen konnte, als er die Stufen zum Frostthron hinauf schritt; andere behaupten, dass er, seit er Frostgram zum ersten Mal berührt hatte, nur mehr eine Marionette des Lichkönigs war. Was auch immer der Fall gewesen sein mag, am Ende herrschte nur eine Stimme im Geist des Todesritters, als er sich der im Eis eingeschlossenen Runenrüstung näherte.
    „Gib die Klinge zurück“, befahl der Lichkönig. „Schließe den Kreis. Befreie mich aus diesem Gefängnis!” Mit einem Brüllen schwang Arthas Frostgram und zerschmetterte den Frostthron. Dann setzte er Ner’Zhuls Helm auf und besiegelte damit seine Vereinigung mit dem Lichkönig.


    Identität


    Der vorherige Lichkönig war der alte Orc Ner'zhul, seines Körpers beraubt und an materielle Dinge gebunden. Obschon verbittert und leicht wahnsinnig, war er immer noch der Schamane, der einst Kil'jaeden getäuscht hatte, um sein Volk doch noch aus der Misere zu holen, die er verursacht hatte.

    Auch Arthas hatte sich nach seiner Wandlung zum Todesritter, abgesehen von einem gewissen Zynismus und schwarzem Humor, sowie der Unfähigkeit, Mitleid oder Reue zu empfinden, ebenfalls nicht sehr verändert. Als die beiden eins wurden, starben ihre alten Persönlichkeiten. Sie wurden ersetzt durch einen vereinten Geist, der eiskalt, grausam und taktisch genial, jenseits aller Maße der Sterblichen war, ein perfekter Feldherr und furchterregender Gegner, beseelt vom Wunsch, alles Leben zu tilgen.


    Allein Arthas' Körper, durch den dieser Geist spricht und handelt, sowie Ner'zhuls Helm, als Zeichen seiner Herrschaft, gemahnen an die Ursprünge dieser neuen Kreatur.


    Der Lichkönig als Gott


    Als Kel'Thuzad den Kult der Verdammten gründete, begann die Verehrung des Lichkönigs. Ob der Lichkönig durch seinen enormen Zuwachs an Macht nun tatsächlich zu einem Gott geworden ist, steht noch zur Debatte. Jedoch spricht viel dafür:
    • Der Lichkönig altert nicht, kann auch nicht sterben, da sein Geist an seine Rüstung gebunden ist.
    • Der Lichkönig kann durch seine Krone jeden beliebigen Punkt auf Azeroth sehen. Bei dem anvisierten Punkt kann er auch dann persönlich erscheinen oder seinen Geist (Hologramm) erscheinen lassen und dorthin sprechen.
    • Der Lichkönig wird von seinen Akolyten und Totenbeschwörern als Gott verehrt.
    Daraus kann man schließen, dass der Lichkönig als Gott gilt. Auch wird spekuliert, ob die Tuskarr ihn als Verkörperung eines ihrer Geister (Karkut) sehen.


    Geschehnisse mit Wrath of the Lich King


    Im Zuge des Endcontents des Addons und der damit verbundenen Lore, ist mittlerweile bekannt das die Völker der Allianz und Horde eine Offensive in Eiskrone gegen den Lichkönig und seine Geißel begann. Allen vorran der Argentumkreuzzug und die Ritter der Schwarzen Klinge.


    Das Äscherne Verdikt


    In seinem unermüdlichen Streben, die Streitkräfte der Lebenden gegen die Geißel auszurüsten, hat Hochlord Darion Mograine eine Organisation mit Namen "Das Äscherne Verdikt" gegründet. Eine Verbindung der talentiertesten Handwerker des Argentumkreuzzugs und der Ritter der Schwarzen Klinge.
    Obwohl die unvergleichlichen Paladine des Kreuzzugs die Macht des Lichts ins Feld führen und ihr Anführer Fordring den Aschenbringer trägt, haben einige der dunklen Krieger Mograines begonnen, den Glauben an einen Sieg zu verlieren. Die Todesritter ihrerseits bestehen darauf, dass der Aschenbringer und die Fähigkeiten des Argentumkreuzzugs, obschon sehr potent, doch nicht ausreichen werden, um Frostgram zu bezwingen.
    Sie schwören, dass Darion Mograine insgeheim schon lange von einer anderen legendären Klinge gewusst habe, einer Klinge, die der Schlüssel zur Vernichtung des Lichkönigs und zur Reinigung von Nordend sein könnte - Schattengram - nur existierte sie noch nicht.


    Hammer des Lichts


    Die Erschaffung des Äschernen Verdikts symbolisiert die Einigkeit der Truppen des Argentumkreuzzugs und der Ritter der Schwarzen Klinge, während sie sich auf diesen letzten Angriff auf den Lichkönig und seine Schergen vorbereiten. Den Bemühungen des Äschernen Verdikts verdanken sie, dass sie nun wissen, wie sie Saronit ihrem Willen gefügig machen können.
    „Dies ist das letzte Gefecht. Was hier geschieht, wird unvergessen bleiben. Wie immer es ausgeht, man wird wissen, dass wir ehrenvoll kämpften, für die Freiheit und Sicherheit unserer Völker! In diesen verseuchten Hallen ist unser größter Feind die Angst. Stählt Euer Herz und Eure Seele wird heller strahlen als tausend Sonnen. Die Geißel wird fallen, sobald das Licht der Rechtschaffenheit sie umhüllt!“


    – Hochlord Tirion Fordring: Eiskronenzitadelle
    In ganz Nordend wurden schon viele Schlachten gegen die schreckliche Geißel geschlagen. Zahllose Streiter mussten ihr Leben lassen, seitdem die Allianz und die Horde zum ersten Mal die gefrorenen Weiten erreichten, doch die Helden Azeroths marschierten weiter voran. Jetzt war die Eiskronenzitadelle, der Grundpfeiler der Macht der Geißel und Sitz des Lichkönigs, ihr letztes Ziel.
    Tirion Fordring und der Argentumkreuzzug sind ein Bündnis mit Darion Mograine und den Rittern der Schwarzen Klinge eingegangen, um das Äscherne Verdikt zu formen. Die stärksten Kämpfer dieses Bundes werden zusammen mit den Helden von Allianz und Horde den Sturm auf die Zitadelle anführen. Letztendlich wird Arthas mit Hilfe von Tirion Fordring und dem Ashbringer besiegt und stirbt.


    Die Geißel


    Die Geißel ist die Armee der Untoten, die Kel'Thuzad durch Verbreitung der Seuche im Norden von Lordaeron erschaffen hat. Ursprünglich war sie lediglich als Werkzeug der Brennenden Legion gedacht, um die Sterblichen zu schwächen, doch verriet der Lichkönig, der Herrscher der Geißel, seine Schöpfer und nun ist die Geißel frei von den Zwängen der Dämonen. Sie kämpft sowohl gegen die Allianz, als auch gegen die Horde und ihr Ziel ist es, alles Leben auf Azeroth auszulöschen.


    Die Armee der Geißel


    Die untoten Horden der Geißel setzten sich aus Ghulen, Skeletten, Zombies, Gruftbestien, Sumpfbestien, Monstrositäten, Geistern, Schemen, Frostwyrms, Frostvrykuls, Knochengolems, Gruftkäfern, Untoten Bestien, Todesgeistern, Fleischriesen, Banshees, die Val'kyr, Die Sinistren, Schatten der Verdammnis, Nekromanten und Akolyten zusammen. Gargoyles sind zwar nicht untot, folgen der Geißel jedoch in der Hoffnung auf Nahrung. Die Heere der Geißel werden von Todesrittern, Lichs und den Gruftlords kommandiert. Früher waren auch Nathrezim in der Geißel zu finden. Alle Untoten unterstehen dem Lichkönig. Alliierte der Geißel, die jedoch nicht unbedingt untot sind, sind die Stacheleber unter Charlga Klingenflanke und die Vrykul unter König Ymiron. Auch eine stattliche Anzahl Menschen dient dem Lichkönig, genährt von dem Versprechen ewigen Lebens.


    Organisation


    Die Geißel ist strikt organisiert. Alle Untoten leben, um dem Lichkönig zu dienen. Sein Wort ist ihr einziges Lebensziel. Doch gibt es selbst unter den Untoten einige, die sich dem Lichkönig freiwillig und im Vollbewusstsein ihrer geistigen Gesundheit angschlossen haben. Solche Individuen werden dann häufig mit großer Macht belohnt, doch wenn sie den Lichkönig verrieten, werden sie getötet und einen Platz in den stumpfsinnigen Horden der Ghule oder Skelette einnehmen. Auch andere Untote, die zu Lebzeiten herausragende, mächtige oder listige Wesen waren, werden oft Kommandanten. So hat jede untote Rasse der Geißel einen, speziell dem Lichkönig ergebenen Anführer, der oft noch zusätzlich mit Macht beschenkt wurde.
    Einige dieser Anführer sind bzw. waren:
    • Kel'Thuzad, Erz-Lich und Herr des Kults der Verdammten
    • Anub'arak, Herr der Gruftbestien
    • Sindragosa, Königin der Frostwyrms
    • ehem. Hochlord Darion Mograine, oberster Todesritter des Lichkönigs und Nachfolger von Arthas
    • ehem. Sylvanas Windläufer, Königin der Banshees und nun Herrin der Verlassenen
    • Erzmagier Arugal, wieder auferstandener Herr der Worgen und der Geisterkommandant


    Enge Vertraute des Lichkönigs werden Botschafter bei anderen Völkern, so Amnennar der Kältebringer und Prinz Keleseth, sowie der Kommandant in den Geisterlanden Dar'Khan Drathir und Baron Totenschwur als Statthalter von Stratholme.


    Die Standarte der Geißel


    Die Standarte der Geißel entstand zur Zeit der Vernichtung Lordaerons, als die Untoten unter Arthas Kommando das Land verdarben, während jener sich um die Herbeirufung der Legion kümmerte. Das Banner zeigt das Schwert Frostgram auf schwarzem Hintergrund, welches für das Vergessen und den Tod steht, als Zeichen für die Vernichtung, die jeden erwartet, der sich der Geißel in den Weg stellt und als Zeichen für des Lichkönigs Autorität, die sich durch seinen Champion, der das Schwert führt, äußert. Im Hintergrund sind zwei eingefrorene, zerschlagene Kriegshämmer zu sehen, wie sie die Paladine dereinst führten. Ebenso zwei elfische Pfeile, auf denen eingefrorene Totenschädel aufgespießt sind, Zeichen für den Untergang Lordaerons und Quel'Thalas, welche unter der Führung des ersten Todesritters des Lichkönigs vernichtet und nahezu ausgelöscht wurden.


    Die Geißel ist eine der zwei untoten Fraktionen in Azeroth und einer der Hauptspieler um die Herrschaft über jene Welt. Ursprünglich wurde die Geißel als Vorbote einer erneuten Invasion der Brennenden Legion erschaffen. Die Geißel sagte sich jedoch von ihren dämonischen Meistern los und - unter der Führung des gefürchteten Lichkönigs - baute sich eine eigene Bastion auf dem frostigen Kontinent Nordend. Ihr Einfluss umschliesst ganz Nordend sowie die Pestländer im nördlichen Lordaeron und südlichen Quel'Thalas. Selbst Kalimdor ist, wenn auch zu einem geringeren Anteil, betroffen. Als fürchterlicher Gegner ist die Geißel wohl eine der schlimmsten Gefahren für Azeroth.


    Geschichte & Organisation der Geißel


    Die Geißel war eine ziemlich große Armee, welche vom Lichkönig erschaffen wurde - dem Wesen, welches zuvor als Orcschamane Ner'zhul bekannt war. Unter der Kontrolle der Brennenden Legion war die Mission der Geißel Terror und Verzweiflung in Azeroth zu streuen, als Vorbote der unausweichlichen Invasion der Legion.


    Geschichte


    Der Lichkönig, welcher von seinem Frostthron in Nordend herrschte, erschuf die schreckliche Seuche des Untodes, welche er anschließend südwärts in den Gebieten der Menschen verbreitete. Als die Seuche sich in den südlichen Gebieten verbreitete, fielen unzählige Menschen unter Ner'zhuls Gedankenkontrolle und stärkten die Truppen der Geißel täglich. Obschon Ner'zhul und die Geißel an den Willen der Brennenden Legion gebunden waren, versuchte der Lichkönig allmählich freizukommen, um sich an den Dämonen zu rächen, welche ihn in diesen Zustand versetzt hatten.


    Kurz vor der Schlacht am Berg Hyjal plante Ner'zhul den Niedergang der Legion, indem er seinem Leutnant Arthas befahl, den Dämonenjäger Illidan Sturmgrimm auf die Präsenz der Dämonen im Teufelswald aufmerksam zu machen. Illidans Angriff führte zum Tod von Tichondrius, sowie der Zerstörung des Schädels des Gul'dan. Zwei Tatsachen, welche die Legion schwächten und es der Allianz, der Horde und den Nachtelfen ermöglichten, Archimonde Einhalt zu gebieten.
    Zu diesem Zeitpunkt konnte Ner'zhul sich endlich von der Legion lösen und brach jegliche Verbindung zu den verbliebenen Dämonen sowie zu deren Meister Kil'jaeden ab. Kil'jaeden war freilich ausser sich vor Wut und er sehnte sich nach Rache. Durch den Rückschlag in Hyjal sah er sich allerdings ausser Stande sich selbst um seine verräterische Schöpfung zu kümmern und suchte nach anderen Mitteln.


    Kurz nach der Schlacht am Berg Hyjal wandte sich Kil'jaeden an Illidan mit einem Angebot, was der Dämonenjäger nicht abschlagen konnte: Töte den Lichkönig und im Gegenzug erhält er unvorstellbare Macht. Gemeinsam mit den ehemaligen Hochgeborenen und jetzigen Nagas, welche er an die Oberfläche rief, machte sich Illidan auf dem Weg zu Sargeras' Grabmal, wo er das Auge des Sargeras ausfindig machen wollte, ein mächtiges magisches Artefakt.
    In Dalaran sollte dieses Artefakt zum Einsatz kommen um einen gewaltigen Zauberspruch Richtung Nordend zu schicken. Allerdings wurde Illidan durch die Ankunft von Malfurion, Maiev und Kael'thas gestört, und der Spruch schlug letztendlich fehl.


    Nichtsdestotrotz schwächte es den Lichkönig maßgeblich und er verlor die Kontrolle über einen Teil seiner untoten Armee. Zu diesem Zeitpunkt erhob sich die Banshee Sylvanas Windläufer gegen ihren Meister, verließ die Geißel und gründete die Verlassenen. Ner'zhul rief augenblicklich Arthas zu sich, seinen stärksten Todesritter, und befahl ihm, nach Nordend zu seinem Schutz zu kommen. Illidan allerdings hatte diesbezüglich auch noch Pläne. Nachdem er bei dem Zauberspruch versagt hatte, befahl ihm Kil'jaeden in einer letzten Chance, Eiskrone dem Erdboden gleichzumachen, sodass nebst Arthas auch Illidan mit seiner Armee aus Naga und den neugewonnenen Blutelfen auf dem frostigen Kontinent landete.

    Es kam zu mehreren Kämpfen am Fuße der Zitadelle, einem Zweikampf zwischen Arthas und Illidan, welchen Illidan allerdings verlor und verwundet am Boden zurückblieb. Arthas machte sich auf in die Festung selbst und zerschmetterte das Gefängnis des Lichkönigs. Anschliessend kam es zu einer Verbindung zwischen Ner'zhul und Arthas, dem neuen Lichkönig und wohl zu einem der mächtigsten Wesen, welche Azeroth je gesehen hatte. Arthas hält sich derzeit immer noch in Nordend auf, während Kel'Thuzad die Geißel in Lordaeron, vornehmlich in den Pestländern, leitet.

    Organisation


    An der Spitze der Geißel steht der Lichkönig und befehligt die Truppen von Nordend aus. Seine direkten Untergebenen sind die Lichs. Untote Magier und Nekromanten von unglaublicher Macht, die die Seuche verbreiten und die untoten Armeen anführen sollen.


    Es ist ungewiss, wieviele Lichs existieren, doch die rechte Hand von Arthas ist der Lich Kel'Thuzad, welcher über Lordaeron herrscht und sich im stetigen Krieg mit den Scharlachroten Kreuzzug und den Verlassenen befindet. Die Banshee-Truppen unter seinem Kommando führen des Öfteren Spähertrupps an, um die Gegend zu erkunden und neue Anhänger zu finden, während zu anderen wichtigen Mitgliedern die Nekromanten zählen, welche die Toten zum Leben erwecken.
    Ebenso der Kult der Verdammten, eine seltsame Gruppierung Menschen, welche den Lichkönig und den Untod anbeten, ihn emulieren und danach streben, ihn zu erreichen. Sie sehen nur die Macht und das ewige Leben, nicht die Verdammnis und die Fäulnis. Die meisten Untoten einer Region hören auf einen Lich oder einen Nekromanten, welche ihrerseits wiederum Kel'Thuzad unterstehen.


    Dieser erstattet seinem Meister, dem Lichkönig, zwar regelmässig Bericht, ohne aber auf jedes kleinste Detail der Ländereien einzugehen. Würden sie eine weitere Stadt in der Größe von Stratholme einnehmen, oder letztendlich gegen die Verlassenen gewinnen, wäre dies wohl eher ein Grund für eine größere Berichterstattung.


    Die Verlassenen sind so etwas wie eine Wildcard. Arthas verlor einige Macht über die Untoten bevor er zum Lichkönig wurde, was einer seiner stärkeren Banshees, Sylvanas Windläufer, erlaubte ihren eigenen Willen wiederzuerlangen. Sie befreite weitere Untote und führt diese nun aus dem Untergrund der Ruinen von Lordaeron an. Obschon sie nicht mehr zur Geißel gehören und demzufolge nicht unter deren Organisation fallen, arbeiten sie an ähnlichen Zielen - die Lebenden auslöschen und die Herrschaft über Azeroth übernehmen.


    Arthas betrachtet die Verlassenen wie verlorene Schäfchen und würde sie wohl lieber wieder bei der Geißel sehen, als sie aus dem Weg zu räumen. Er hat freilich mehrere Pläne für Azeroth und kann sich nicht nur auf Sylvanas konzentrieren. Daher ist es unklar, wann er einen konkreten Versuch unternehmen wird, diese wieder unter das Banner der Geißel zu führen. Das Interessante an der Geißel ist, je weiter sich die Untoten von einem Lich oder Nekromanten entfernt aufhalten, desto desorientierter werden sie.


    Mitglieder


    Die Mitglieder der Geißel sind einfach zu erkennen - und zu riechen. Zudem gehört nicht viel dazu, ihnen beizutreten. Entweder man verehrt die Geißel, oder man ist untot und befindet sich unter dem Zauber des Lichkönigs. Man muss also wenig tun, um dieser Fraktion anzugehören.


    Einige der ersten Mitglieder waren die Opfer der ersten Seuche. Die Menschen erkrankten an der Seuche und starben, nur um als untote Zombies erneut durch die Länder zu streifen. Die Taktik, ganze Städte zu überrennen erreichte nicht ganz den gewünschten Effekt und so befahl Arthas seinen Nekromanten, vor allem die Friedhöfe aufzusuchen.
    Es gibt wohl nur zwei Dinge, welche einen Untoten vom Willen des Lichkönigs lösen: eine Schwäche des Lichkönigs selbst, wie es bei dem Entstehen der Verlassenen der Fall war, oder aber die komplette Zerstörung des Körpers. Die Untoten sind gebunden an den Willen des Lichkönigs und erfüllen ihre Aufgaben blind. Ein Enigma diesbezüglich ist der Kult der Verdammten.


    Niemand weiss warum sie das tun, was sie tun. Haben ihre Mütter sie nicht genug geliebt? Bekamen sie nicht die gewünschten Lehrstellen? Sie verloren die Liebe ihres Lebens, oder diese sah die Situation ohnehin gänzlich anders? Was auch immer ihre Beweggründe sind, sie folgen bereitwillig der Geißel und verbreiten die Seuche in immer mehr Städten.


    Die Geißel in Azeroth


    Die Geißel ist vorrangig in den Pestländern anzutreffen. Ihre Hauptangriffsbasis und "Hauptstadt" ist die Stadt Stratholme, in welcher ein Kampf zwischen dem Scharlachroten Kreuzzug einerseits und der Geißel unter Baron Totenschwur andererseits entbrannt ist. Präsenz zeigt die Geißel ebenfalls in Tirisfal und im Silberwald, sowie entlang der Todesschneise in Quel'Thalas, welche sich von den Geisterlanden bis zum Sonnenbrunnen nach Quel'Danas erstreckt. Sie ist ebenfalls im fernen Kalimdor anzutreffen, genauer im Hügel der Klingenhauer im Brachland.


    Kel'Thuzad kontrollierte die Pestländer von seiner schwebenden Nekropole Naxxramas aus, welche aber kürzlich nach Nordend zurückbeordert wurde um sich Dalaran sowie den vereinten Kräften von Allianz und Horde zu stellen. Der hochelfische Verräter Dar'Khan Drathir, welcher im Dritten Krieg ums Leben kam, befehligt die Geißel in Quel'Thalas von der Todesfeste im Süden aus, während Amnennar der Kältebringer die Hügel der Klingenhauer in seiner Gewalt hat.


    Kulte und Gruppen unter der Geißel
    • Kult der Verdammten
    • San'layn
    • Dragonflayer Clan
    • Skadir Clan
    • Winterskorn Clan
    • Thuzadin
    • Wolfcult

    "Der Weg des geringsten Widerstands ist nur am Anfang gepflastert."